Was ist Trendfolge?

Was ist Trendfolge?

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Was ist eigentlich Trendfolge? Erst einmal eine Handelsstrategie, die ganz einfach darauf beruht, in einen bestehenden Trend einzusteigen, nachdem er sich gebildet hat und mit seinen Investitionen so lange dabei zu bleiben, bis der Trend bricht. Daraus ergibt sich automatisch, dass Trendfolger nie die ganze Aufwärtsbewegung mitnehmen können, da sie beispielsweise in einen Aufwärtstrend erst dann einsteigen, wenn sich neue Hochs bilden und auch erst dann aussteigen, wenn der Wert gefallen ist, also seinen Trend nach unten verlassen hat.

Die Trendfolge steht damit im Gegensatz zu antizipativen Handelsstrategien, die z.B. versuchen günstig bewertete Unternehmen an ihrem Tiefpunkt zu kaufen, weil sie fest davon ausgehen, dass es nicht mehr viel weiter nach unten gehen kann oder für einen Wert einen Ausstiegskurs ermitteln, bei dem sie davon ausgehen dass es nicht mehr weiter aufwärts gehen wird, so dass es besser ist, ihn wieder zu verkaufen.

Trendfolge analysiert Charts. Alleine aufgrund der Kursbewegungen versucht sie herauszufinden, wann sich ein Trend gebildet hat und kommt damit auch ohne fundamentale Analysen aus. Ein trendfolgender Trader muss nicht wissen, wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis eines Unternehmens ist, welche Aussichten es für die Zukunft hat, wie hoch sein Cashbestand ist, welche Forschungen es betreibt. Alles, was ein Trendfolger braucht, ist der Kurs einer Aktie oder eines anderen Werts wie Devisen, Rohstoffe, Anleihen etc. und seine Historie.

Kurzfristige Trendfolge

Die echten Trader unter den Trendfolgern betreiben meist kurzfristige Trendfolge. Ihnen ist es egal, ob der Wert, den sie handeln eine Aktie oder eine andere Anlageklasse ist. Viele davon durchforsten mit automatisierten Computerprogrammen täglich Tausende von Werten aller Anlageklassen und kaufen, sobald sich ein Trend abzeichnet.

Eine sehr einfache Methode ist beispielsweise, einen Wert zu kaufen, sobald er ein 20-Tages-Hoch erreicht. Dann wird ein Stopp-Kurs gesetzt, der sicherstellt, dass ein bestimmtes Risiko für die eingegangene Position nicht überschritten wird. Aktive, kurzfristige Trader riskieren selten mehr als 1-2% ihres Tradingkapitals pro Position. Geht der Trade auf und der Trend setzt sich fort, wird der Stopp nachgezogen, so dass der mögliche Verlust immer geringer wird, bis der Trade schließlich sicher im Gewinn ist. Ausgeklügelte Trendfolge-Strategien sind natürlich entsprechend komplexer.

Die enge Verlustbegrenzung bringt es mit sich, dass kurzfristige Trader oft ausgestoppt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass kurzfristige Trendfolge keine Gewinne abwirft, im Gegenteil: Die wenigen Positionen, die in den Gewinn laufen, können die Verluste mehr als ausgleichen. Viele kurzfristige Trader haben Verlustquoten von 80-90% und machen dennoch sehr erfolgreich regelmäßige Gewinne.

Für den durchschnittlichen Anleger ist solches Trading natürlich nichts. Viele Gründe sprechen dagegen. Zum einen ist für solch kurzfristiges Trading mindestens eine tägliche Überwachung aller Positionen notwendig. Wer einen normalen Job hat, wird dies kaum leisten können. Aber auch psychisch verlangen solche Strategien dem normalen Anleger zu viel ab, bedeutet doch jeder Verlusttrade ein negatives Erlebnis und es ist nicht immer ganz einfach auf den einen guten Trade zu warten, der wieder alles wettmacht.

Langfristige Trendfolge

Ich verfolge in der Lehne Trendfolgestrategie und meinem Trendfolge-Depot deshalb langfristige Trendfolge. Ich möchte nicht jeden kurzfristigen Trend begleiten, sondern Werte finden, die schon seit Jahren einen stabilen Aufwärtstrend ausbilden und diesen auch mit hinreichender Wahrscheinlichkeit über die nächsten Jahre fortsetzen können. Am liebsten wäre es mir, wenn ich einen einmal ausgewählten Wert „für immer“ im Depot lassen könnte.

Solche Trends bilden sich in der Regel nicht an Märkten wie Devisen und Rohstoffe, wohl aber an Aktienmärkten. Es gibt sie, die Unternehmen, die seit Jahrzehnten die richtige Strategie verfolgen und immer weiter wachsen. Und ihr Kurs steigt seit schon ewig immer weiter nach oben.

Dennoch gehe ich mit meinen Analysen nicht so weit in die Zukunft zurück. Aktuell verfolge ich die Kurse von interessanten Trendfolgern seit 1.1.2009, also seit die große Korrektur an den Börsen vorbei ist, die aufgrund der der Finanzkrise 2008 ausgelöst wurde und für herbe Rückschläge an den Aktienmärkten sorgte. Ich investiere in Aktien, die seitdem einen stabilen Aufwärtstrend ausbilden konnten sowie in Optionsscheine auf solche Aktien.

Natürlich fragen sich viele Anleger, ob solche Aktien denn nicht schon viel zu weit gelaufen sind, wenn sie nun schon seit fünf Jahren oder länger kontinuierlich steigen. Natürlich kann das passieren, dass eine Aktie nach einem großen Aufwärtsschub erst einmal eine Weile fällt oder seitwärts konsolidiert. Und es kann auch passieren, dass der Aufwärtstrend aufgrund sich verändernder Marktbedingungen oder falscher strategischer Entscheidungen im Unternehmen endgültig beendet ist. Aber: Die Wahrscheinlichkeit, dass es weiter nach oben geht ist viel größer und davon kann man profitieren. Nehmen wir ein Beispiel:

Hier sehen Sie einen Chart des Biotech- und Pharmaunternehmens Regeneron Pharmaceuticals.

Trendfolger Regeneron Chart kurzfristig
Chart von Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH.Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Der Chart umfasst den Zeitraum von Anfang 2011 bis Anfang 2012. Nach einem eher leichten Anstieg mit mehreren Konsolidierungen ging es Anfang 2012 plötzlich sehr steil aufwärts. Den trendfolgenden Anleger interessiert übrigens nicht, warum das passiert ist, ihn interessiert nur, dass es so ist. Mit Kursen zwischen 120 und 130 hatte sich die Aktie ausgehend von 30 Anfang 2011 innerhalb von 14 Monaten immerhin vervierfacht. Doch nicht nur das: Anfang 2012 hatte die Trendfolge-Aktie Regeneron sich sogar innerhalb von drei Monaten verdoppelt! Zu weit gelaufen, denken Sie? Zu stark gestiegen, Zeit für eine Korrektur?

Schauen wir wie es weiterging:

Trendfolge-Chart Regeneron langfristig
Chart von Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH.Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Heute steht Regeneron bei über 400 und ein Ende des Trends ist noch nicht abzusehen, auch wenn es dazwischen natürlich immer wieder Korrekturen und Rückschläge gab.

Die Investition in Trendfolgeaktien und Hebelprodukte auf solche Trendfolgeaktien ist keine Einbahnstraße. Auch hier wird es Rückschläge geben und Zeiten, in denen die Investition nicht steigt oder verliert. Aber langfristig ist die Investition in Trendfolgeaktien und Optionsscheine darauf meiner Meinung nach eine der vielversprechendsten und renditestärksten Anlagestrategien, die es gibt.

Meine Aufgabe dabei ist es, die momentan besten Trendfolgeaktien zu identifizieren (z.B. mit meinem Trendfolgeindikator), das passende Timing für den Einstieg zu finden, geeignete Hebelprodukte auszusuchen, daraus ein Depot aufzubauen und die Hebelprodukte rechtzeitig gegen stärkere auszutauschen, sobald es sinnvoll ist. Alles dazu finden Sie in den Regeln, die ich für das Lehne Trendfolgedepot festgelegt habe.

Kategorie:Die Trendfolge-Strategie

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.