Wochenanalyse Trendfolge

Money Management

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Vielen Dank für Ihr Vertrauen! Das musste jetzt mal raus, auch wenn es nicht unbedingt zum Thema der Wochenanalyse passt. Man könnte ja meinen, in einer Börsenphase wie letzte Woche kommen wütende, frustrierte oder zumindest verärgerte Zuschriften von Ihnen. Stattdessen war das Feedback, das ich bekommen habe, fast durch die Bank positiv. Die meisten Emails haben mir gezeigt, dass Sie weiterhin Vertrauen haben, dass meine Strategie langfristig funktioniert und das ist gut so. Denn ich möchte mit möglichst vielen von Ihnen in neun Jahren die erste Million feiern.

Eigentlich wollte ich Ihnen heute mein erweitertes Indikatorenmodell vorstellen. Ich habe die letzten Tage genutzt, um meinen Indikator um zwei weitere Ebenen zu ergänzen: Während der bisherige Lehne Trendfolgeindikator nur die langfristige 5-Jahres-Entwicklung berücksichtigt hat, habe ich nun eine mittelfristige Ebene (6 Monate) sowie eine fundamentale Rangliste zugefügt. Dies wird uns helfen, die stärksten Trendfolger noch sicherer zu identifizieren, wenn das Marktumfeld noch eine Weile schwierig bleibt. Ich habe letzte und diese Woche aber so viele Fragen zum Thema Money Management bekommen, dass ich die ausführliche Erklärung des neuen Indikatorenmodells auf nächste Woche verschieben möchte. Wenn Sie dennoch einen Blick auf die neuen Indikatoren werfen möchten, finden Sie eine Erklärung hier.

Zum Money Management: Ich werde immer wieder von Abonnenten geradezu bedrängt, das Money Management anders zu gestalten, oft belegt mit Beweisen aus Charts, die rückwirkend sehr logisch ausschauen, aber im Moment der Entscheidung gar nicht so einfach zu interpretieren sind. Zunächst einmal müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass es nie möglich sein wird, am Tiefpunkt eines Trends einzusteigen und am Höchstpunkt auszusteigen. Das geht schon deswegen nicht, weil sich ein Trend vom Tiefpunkt aus ja erst einmal bilden muss. Und vom Höchstpunkt aus geht es erst einmal eine ganze Weile abwärts, bevor der Trendkanal verlassen wird und klar ist, dass ein Trend vorerst beendet ist.

Die wichtigsten Mittel für unser Money Management sind Gewinnmitnahmen, gestaffelte Ausstiege in länger andauernden Korrekturen und gestaffelte Einstiege gegen Ende einer Korrektur sowie in einem beginnenden Aufwärtstrend. In guten Börsenphasen ist es immer unser Bestreben, einen Investitionsgrad nahe 100% zu haben. In schwächeren Börsenphasen reduzieren wir diesen schrittweise.

Gewinnmitnahmen

Wir tätigen Gewinnmitnahmen in zwei Situationen: Zum einen, wenn der Eindruck entsteht, dass ein Trendfolger stark überkauft ist. Solche Gewinnmitnahmen haben wir beispielsweise im ersten Quartal 2015 bei den Trendfolgern Dürr und Continental gemacht. Mit solchen Gewinnmitnahmen muss man jedoch sehr vorsichtig sein, man darf sie nicht zu hoch „dosieren“. Ein intakter Trend läuft oft viel weiter als man denkt und wenn Sie die Position zu früh zu stark reduzieren, verpassen Sie den lukrativsten Teil der Rallye. Solche Gewinnmitnahmen machen wir normalerweise nur, wenn wir zwischen einem Drittel und der Hälfte der Position entnehmen können und danach noch ein vernünftiger Betrag in der Position verbleibt, der sich weiter entwickeln kann. Sobald die Positionen einmal größer sind, weil das Depot schon weiter gewachsen ist, sind wir hier deutlich flexibler.

Desweiteren tätigen wir Gewinnmitnahmen, wenn das Marktumfeld sich deutlich eintrübt. Dies haben wir am Montag letzter Woche gemacht, als die Märkte direkt mit einem großen Abschlag ins neue Jahr starteten. Das Motto hier ist „Sicherheit geht vor“: Wir möchten unser Kapital schützen und nicht tatenlos zusehen, wie unser Kapital dahin schmilzt, wenn das Marktumfeld selbst für unsere starken Trendfolger zu negativ ist. Dass man bei dieser Art der Gewinnmitnahme nie den Höchstpunkt erreicht, ist klar. Denn eingetrübt ist das Marktumfeld erst nach kräftigen Abschlägen. Kurzfristige Korrekturen können wir mit unseren langfristigen Positionen dagegen aussitzen.

Schrittweiser Ausstieg in langfristigen Korrekturen

Under Armour
Chart von Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH.

Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Wenn das Marktumfeld sich eintrübt, können wir nicht nur Gewinnmitnahmen machen. Einige Trendfolger verhalten sich in einem solchen Umfeld nicht mehr stark genug und verlassen ihren Aufwärtstrend. Für uns ist das immer ein Grund zum Handeln. Wir können und wollen nicht zuschauen, wie ein Trendfolger nach Verlassen seines Aufwärtstrends immer mehr abgibt und unsere Optionsscheine immer mehr verlieren, bis sie wertlos verfallen. Statistisch ist das in der großen Mehrzahl aller Trendbrüche mittelfristig der Fall. Schauen Sie sich beispielsweise den Chart von Under Armour an und wir wichtig es hier war, Mitte Dezember auszusteigen. Trendbrüche darf man nie einfach ignorieren, weil man einen Verlust nicht realisieren möchte, sonst ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Verlust weiter anwächst!

Natürlich gibt es auch den umgekehrten Fall, dass ein Verlassen des Trendkanals sich als Fehlausbruch nach unten herausstellt und der Trendfolger schnell wieder ansteigt. Solche Situationen lassen sich dadurch abfangen, dass wir möglichst einen gestaffelten Ausstieg vornehmen: Beim ersten Anzeichen eines Trendbruchs verkaufen wir erst einmal die Hälfte der Position. Damit ist das Risiko geringer, die Auswirkungen auf das Gesamtdepot reduziert, falls es weiter abwärts geht. Und wenn ein Trendfolger tatsächlich ein Comeback schafft, kann auch eine auf 50% reduzierte Position noch einiges bewirken. Bei unseren Verkäufen der letzten Woche war dies jedoch nicht möglich. Alle drei Positionen waren schon so weit gesunken, dass eine halbe Position keinen Sinn mehr gemacht hätte. Für mich war das entscheidende Argument, alle drei Positionen sofort zu verkaufen, dass die Verkaufserlöse eine Summe von etwa 2000€ ergeben haben – genug für zwei starke Positionen, die uns viel Freude bereiten werden, sobald das Umfeld es wieder zulässt

Schrittweiser Einstieg am Ende der Korrektur

Auch dies haben Abonnenten, die schon länger dabei sind, bereits erlebt. Wenn sich während einer Korrektur besondere Kaufgelegenheiten ergeben, dann schlagen wir schrittweise zu. So haben wir im Sommer 2015 Nike, Nestle und Mastercard hinzugefügt, während die Stimmung an den Börsen schlecht war und die Scheine günstig zu bekommen waren. Natürlich braucht man bei solchen Positionen erst recht Geduld, denn den Tiefpunkt zu erwischen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Hier ist es besonders wichtig, an die Langfristigkeit unserer Positionen zu denken und sich nicht verunsichern zu lassen, wenn es erst noch einmal eine Weile abwärts geht. In jeder Marktphase werden sich Optionsscheine finden, mit denen Sie schrittweise und langsam Ihr Depot aufbauen können.

Zocker-Positionen

Lassen Sie mich noch ein Wort zu Zocker-Positionen sagen. Ich nenne so Positionen, die so weit gefallen sind, dass sich ein Verkauf eigentlich nicht mehr lohnt. Wenn ein Optionsschein einmal 80% verloren hat, kann man die restlichen 20% auch als Zocker-Trade bis zum Laufzeitende liegen lassen und abwarten, ob sie nicht doch irgendwann zurück kommen. Im Musterdepot mussten wir noch nie einen so hohen Verlust realisieren. Bei meinen privaten Trend-Investments mache ich dies manchmal und natürlich ist das auch für Sie eine Option, wenn Sie eine Position nicht mit starkem Verlust verkaufen möchten. Machen Sie auch dies aber nicht übertrieben oft. Auch eine Summe mehrerer kleiner Beträge, die Sie aus Verlustpositionen erlösen, können Sie besser in eine neue starke Position investieren anstatt sie wertlos verfallen zu lassen.

Zudem gibt es beim rechtzeitigen Verkauf einer Verlustposition immerhin ein kleines Bonbon in Form einer nachträglichen Verlustverrechnung, die dann zu einer Steuergutschrift führt oder zur Bildung eines Verlusttopfes für künftige Gewinne. Die steuerliche Anrechenbarkeit komplett wertloser Optionsscheine ist dagegen meines Wissens nach in Deutschland derzeit immer noch ungeklärt, da es Ende 2014 eine Anordnung des Finanzministeriums gab, gemäß derer der Verlust nur dann angerechnet wird, wenn der Verkaufserlös die Transaktionskosten übersteigt. Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem Steuerberater, ob diese noch Gültigkeit hat oder ob es die Möglichkeit einer Verlustverrechnung gibt, falls Sie einen Totalverlust erleiden, weil Sie eine Position zu lange liegen lassen.

Marktanalyse

Derzeit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich bei der nunmehr eingeläuteten Aufwärtsbewegung nur um eine technische Gegenreaktion handelt. Für langfristige neue Calls ist es derzeit deshalb noch zu früh. Als Potential für diese Gegenbewegung sehe ich maximal DAX-Kurse im Bereich von 10.600 Punkten. Dort wartet eine massive Widerstandszone, die sich einerseits aus den Tiefs von Juli und November 2015 ableiten lässt, zum zweiten verläuft dort auch die Abwärtstrendlinie, die sich seit April 2015 gebildet hat. Jeder Ausbruchversuch über diese Linie wurde früher oder später bisher wieder abverkauft. Umso positiver wäre natürlich das Signal, wenn die Märkte diesen Bereich trotzdem knacken. Umgekehrt wäre es ein negatives Zeichen, wenn wir schon vorher wieder fallende Kurse sehen.

Analyse Trendfolger Altria

Trendfolger Altria
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Altria ist ein schönes Beispiel, wie sich Trendfolger manchmal auch gegen den Markttrend stellen können. Sie sehen hier den langfristigen Aufwärtstrend im Wochenchart. Legen Sie Ihr Augenmerk besonders auf den eingekreisten Bereich. Zwar kam Altria bereits Anfang November von der oberen Grenze des Aufwärsttrendkanals in den mittleren Bereich zurück. Seitdem ging es jedoch nicht weiter abwärts, obwohl die Märkte im Dezember und Anfang Januar teilweise heftig abgegeben haben. Auch die beiden letzten Kerzen, die die Entwicklung dieses noch jungen Jahres darstellen, liegen nicht unter den Tiefs vom Dezember. Anfang dieser Woche gab es sogar schon wieder ein neues Zwischenhoch, das die Dezemberkurse übertroffen hat.

Vermögensaufbau-Depot

Informationen zu diesem Depot

Unsere kurzfristige DAX-Absicherung haben wir am Montag zum Kurs von 11,50€ verkauft. Wir haben innerhalb einer Woche einen Gewinn von 58,21% verbucht. Da sowohl am Tag des Kaufs als auch am Tag des Verkaufs der DAX sehr volatil war, kann es sein, dass Sie einen höheren oder niedrigeren Gewinn verbuchten, je nachdem zu welcher Uhrzeit Sie ein- und ausgestiegen sind. Insgesamt war das Timing in diesem Fall sehr gut gewählt. Sie hatten noch den kompletten Montag Zeit, die Position bei niedrigen DAX-Ständen zu verkaufen, bevor die erwartete Gegenbewegung eingesetzt hat, bei der die Gewinne wieder dahingeschmolzen wären. Ebenfalls ausgebucht haben wir am letzten Donnerstag die Optionsscheine auf Drillisch zum Kurs von 0,32€ und auf Mastercard zum Kurs von 0,53€.

Ich möchte Ihnen heute eine Neuaufnahme vorstellen, die das Potential hat, in allen Marktphasen dazu zu gewinnen, unabhängig davon, ob die Märkte gleich wieder steigen oder weiter fallen. Es handelt sich um eine Alpha-Strategie auf einen Trendfolger gegen den DAX:

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Wohlstandssicherungs-Depot

Informationen zu diesem Depot

Im Wohlstandssicherungs-Depot befinden sich mehrere Trendfolger an kritischen Marken. Bevor ich eine Entscheidung über weitere Verkäufe treffe, möchte ich jedoch die Entwicklung der nächsten Tage abwarten. Von O’Reilly haben wir uns bereits getrennt. Die Aktie wurde zum Kurs von 223,37€ mit einem kleinen Gewinn von 1,73% ausgebucht. Wir halten in diesem Depot jetzt ca. 30% Cash.

Depotübersicht

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Zusatzeinkommen-Depot

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Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.