Wochenanalyse Trendfolge

So werden Sie in kritischen Marktphasen zum Korrektur-Gewinner

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Sabine ist eine intelligente Investorin. Sie trifft ihre Anlageentscheidungen ohne Hektik. Sabine findet immer wieder kaufenswerte Aktien, mit denen sie schon gute Gewinne erzielte. Seit neuestem investiert sie auch in Optionsscheine und Knock Outs, denn Hebelinstrumente sind nun mal die einzige Möglichkeit, schnell Vermögen aufzubauen.

Als Sabine die ersten Warnzeichen einer Korrektur entdeckt, ist sie sich noch sicher: Diesen kleinen Rückgang kann sie aussitzen, schließlich haben ihre Optionsscheine eine lange Laufzeit und in den Knock Outs ist die Schwelle zum wertlosen Verfall weit entfernt. Drei Wochen später wächst langsam ein mulmiges Gefühl in Sabines Bauch: Seit dem ersten Warnzeichen sind die Kurse gefallen und gestern gab es noch einmal einen Abschlag von 3 %. Damit haben die Indizes und auch Sabines Werte inzwischen um die 10 % verloren. Ihre 5-fach gehebelten Scheine sind da schon mit 50 % im Minus und die Knock-Out-Schwellen rücken langsam näher.

Genau einen Monat nach dem Start der Korrektur kommt dann der große Abverkauf: Einzelne Werte verlieren an einem einzigen Tag bis zu 20 %, es ist ein wahres Massaker, das da an der Börse stattfindet. Sabine gerät unter Stress und hält den Druck nicht länger aus. „Ich muss retten, was noch zu retten ist, bevor ich alles verliere“, denkt sie und verkauft ihre Optionsscheine mit 80 % Verlust. Ihre Knock Outs haben den großen Abverkauf nicht überstanden und sind wertlos verfallen. Sabines Depot ist zerstört. Sich von einem solchen Verlust zu erholen, wird Jahre dauern. Verwundert muss Sabine zuschauen, wie die Kurse noch am gleichen Tag eine beispiellose Aufholrallye ohne sie starten.

Sabine ist natürlich frei erfunden. Die Korrektur, wie ich sie beschrieben habe, jedoch nicht. Es war die Korrektur vom August 2015, die so ablief. Ende Juli gab es die ersten Warnsignale in den Charts, Ende August endete die Korrektur mit einem extremen Abverkauf, der selbst große, solide Aktien um bis zu 20 % an einem einzigen Tag nach unten drückte – nur um das meiste am gleichen Tag wieder wettzumachen.

Wie stellen Sie also sicher, dass es Ihnen nicht wie Sabine geht, sondern Sie zum Korrektur-Gewinner werden?

Wählen Sie die passenden Hebelprodukte aus

Es fängt bei der Auswahl der passenden Hebelprodukte an. Mit klassischen Optionsscheinen können Sie Korrekturen aussitzen, wenn diese eine ausreichend lange Laufzeit haben und der Basiswert ein starker Trendfolger ist. Denn bei klassischen Optionsscheinen ist vollkommen egal, wie stark sie während ihrer Laufzeit schwanken: Abgerechnet wird erst am Verfallstag.

Bei Knock-Outs geht das nicht. Diese haben eine Knock-Out Schwelle und sobald diese nur einmal unterschritten wird, verfallen sie wertlos. Wenn Sie einen 5-fach gehebelten Knock-Out im Depot haben, liegt die Schwelle etwa 20 % unter dem aktuellen Kurs. Damit können Sie kleine Korrekturen aussitzen, nicht jedoch eine größere Korrektur, die mit einem Abverkauf endet (was nicht ungewöhnlich für das Ende einer Korrektur ist).

Knock-Out-Optionsscheine dürfen Sie deswegen im Gegensatz zu klassischen Optionsscheinen nie ohne relativ engen Stop Loss im Depot haben. Einzige Ausnahme ist, wenn Sie so wenig in die Position investiert haben, dass Sie einen Totalverlust verschmerzen können! Es ist der Hauptgrund, warum ich klassische Optionsscheine den Knock Outs vorziehe. Weitere Hintergründe dazu lesen Sie in Kapitel VII meines Trendfolge-Kurses über Trendfolge mit Hebel.

Passen Sie Ihre Investitionsquote bei den ersten Warnzeichen an

Reduzieren Sie am Anfang einer Korrektur das Verlustrisiko und passen Sie die Investitionsquote bei den ersten charttechnischen Warnzeichen auf ein Niveau an, von dem Sie sicher sind, dass es Ihnen während einer größeren Korrektur keine Kopfschmerzen bereitet. Lassen Sie sich danach nicht verwirren von irrationalen Kursausschlägen! Gerade am Anfang einer Korrektur spielen die Kurse gerne verrückt und es kommt zu plötzlichen heftigen Abschlägen oder genauso plötzlichen Gegenbewegungen nach oben. Sie haben Ihre Entscheidung getroffen und können sich entspannt zurücklehnen und das Treiben beobachten.

Genau das haben wir am vergangenen Wochenende für die Megatrend-Depots gemacht. Kurzfristige Long-Positionen, also Positionen die von steigenden Kursen profitieren, vertragen sich nicht mit einem Korrekturumfeld. Deswegen haben wir den Union Pacific-Schein aus dem Zusatzverdienst-Depot am Montag verkauft.

Sechs Optionsscheine sind ebenfalls zu viel. Hier geht der Kapitalschutz vor. Deshalb haben wir für zwei Scheine einen Stop Loss gesetzt, der am Montag Vormittag auch ausgeführt wurde. Dass die Kurse am Montag Abend schon wieder deutlich höher standen, spielt für mich dann keine Rolle mehr und das sollte es für Sie auch nicht. Es ging darum, in einer bevorstehenden turbulenten Marktphase Verluste zu begrenzen und Ihr Kapital zu beschützen. Wären die Kurse am Montag weiter panikartik eingebrochen, dann wäre ein Verkauf am Dienstag nur noch unter schmerzlichen Verlusten möglich gewesen.

Wenn Sie an der Börse eine Entscheidung treffen, stellen Sie sicher, dass Sie diese nach bestem Wissen getroffen haben und alle Informationen berücksichtigt haben. Wenn die Kurse sich hinterher trotzdem anders entwickeln als erwartet, ist das kein Grund zum Ärgern. Sie können an der Börse nun mal nur mit Wahrscheinlichkeiten und nie mit Gewissheit rechnen.

Steigern Sie die Investitionsquote langsam im Verlauf der Korrektur

Bei einer Korrektur geht es nicht darum, zu warten, bis die Kurse sich wieder vollkommen erholt haben. Bauen Sie während der Korrektur langsam und schrittweise wieder Positionen auf und erhöhen Sie Ihre Investitionsquote. Greifen Sie dabei nicht ins fallende Messer, indem Sie schlechte Aktien kaufen, die während der Korrektur noch mehr verloren haben. Wählen Sie stattdessen Werte aus, die relative Stärke zeigen oder Trendfolger, die vor der Korrektur völlig überhitzt waren und jetzt wieder auf normalem Niveau notieren. Für solche Trendfolger können Sie Schnäppchen-Limits setzen, denn sie übertreiben in Korrekturen gerne genauso nach unten, wie sie vorher nach oben übertrieben haben. Im Wohlstandssicherungs-Depot setzen wir heute zwei solche Schnäppchen-Limits.

Ich weiß, es gehört Mut dazu, aber wenn die Angst am größten ist, wenn jeder den Glauben an Aktien verliert und Ihre Freunde Sie für verrückt erklären, wenn Sie erwähnen, dass Sie jetzt in Aktien investieren möchten, dann ist der beste Zeitpunkt zum Kauf! Denn wenn alles am Boden liegt, dann haben nun mal alle kurz- bis mittelfristigen Investoren schon verkauft und es gibt einfach keine Verkäufer mehr. Das ist dann der Nährboden für die nächste Rallye.

Und wenn die Korrektur ausbleibt?

Machen Sie sich immer klar, dass an der Börse alles passieren kann. Ein Warnzeichen, aufgrund dessen Sie Ihre Investitionsquote reduziert haben, ist natürlich keine Garantie für fallende Kurse. Genauso gut können die Kurse schnell wieder steigen und die erwartete Korrektur bleibt aus.

Warten Sie dann auf glasklare Signale, dass die Korrektur tatsächlich nicht stattfindet und sobald Sie diese sehen, bauen Sie Ihre Investitionsquote zügig wieder auf. Es ist durchaus erlaubt, verkaufte oder ausgestoppte Positionen wieder zurückzukaufen! Auch im Megatrend-Depot bin ich ziemlich sicher, dass ich wieder einen Apple-Schein im Depot haben möchte, sobald sowohl der Markt als auch der Apple-Chart grünes Licht geben.

Schlimmstenfalls haben Sie ein paar Prozente Performance eingebüßt, wenn die Korrektur ausfällt und Sie die Position etwas teurer zurückkaufen müssen. Machen Sie sich aber klar, dass dies der Preis ist, den Sie dafür bezahlen müssen, Ihr Kapital beschützt zu haben.

Die Alternative: Kaufen und Halten

„Buy and Hold“ sagen die Börsianer, wenn es darum geht, Aktien langfristig zu kaufen, z.B. zur Altersabsicherung, und durch alle Krisen hinweg im Depot zu halten. Kaufen und Halten funktioniert nicht mit jeder Aktie, mit qualitativ guten Trendfolge-Aktien ist diese Strategie aber durchaus erlaubt.

Meine Erfahrung ist jedoch, dass viele Anleger unter Stress geraten, wenn sie sehen, wie sich im Depot Verluste anhäufen und dann doch im ungünstigsten Moment verkaufen, anstatt die Aktie durch alle Turbulenzen hindurch zu halten. Wenn Sie dazu neigen, empfehle ich Ihnen, während einer Korrektur Ihr Buy and Hold-Depot überhaupt nicht anzuschauen.

Man kann diese Strategie übrigens durchaus auch mit Optionsscheinen fahren, wenn diese sorgfältig ausgewählt sind. In anderen von mir betreuten Portfolios mache ich das auch und auch das Premium-Depot habe ich früher deutlich aggressiver aufgestellt. Aus dem Feedback, das ich von Ihnen in der letzten Korrektur von Dezember 2015 bis Februar 2016 bekommen habe, weiß ich jedoch, dass dies für einen Börsenbrief nicht geeignet ist. Die Schwankungen eines solchen Depots sind so groß, dass es von Ihnen nicht mehr akzeptiert wird. Deshalb biete ich Ihnen im Rahmen von „Lehne’s MegaTrends“ und im Rahmen des Premiumbereichs inzwischen eine defensivere Trendfolge-Strategie an, in der in Korrekturen das Kapital beschützt und die Verluste begrenzt werden, um danach wieder Vollgas zu geben.

Wie handeln Sie in der aktuellen Marktsituation am besten?

Das Schöne ist, dass Sie als Leser meiner Premiumdienste sich nicht den Kopf zerbrechen müssen, was aktuell das Beste für Ihr Depot ist, weil ich das schon für Sie tue:

Sie haben die passenden Hebelinstrumente im Depot – Optionsscheine mit ausreichend langer Laufzeit bis September bzw. Dezember 2017. So lange haben die beiden Trendfolger Zeit, um auf neue Höchststände zu steigen, ganz egal, was dazwischen passiert.

Sie haben Ihre Investitionsquote durch den Verkauf von zwei Optionsscheinen so angepasst, dass Sie sich über eine mögliche Korrektur keine Gedanken mehr machen müssen. Schließlich haben Sie sattes Cash für den weiteren Depotaufbau am Konto des Vermögensaufbau-Depots liegen, im Zusatzverdienst-Depot sind es sogar 100 %.

Jetzt geht es darum, Ihr Depot schrittweise mit alten oder neuen Optionsscheinen auf starke Trendfolger zu bestücken, falls die Kurse tatsächlich fallen.

Ich glaube, dass wir Ende dieses Jahres noch das perfekte Marktumfeld für Megatrend-Investitionen bekommen: ein Marktumfeld, in dem schnelle Wertsteigerungen von 50 % bis 100 % im Vermögensaufbau-Depot drin sind. Wenn die Korrektur ausbleibt, bekommen wir es schon sehr bald, wenn eine mehrwöchige Korrektur kommt, ein paar Wochen später.

Vielleicht bringt uns ja die Sitzung der US-Notenbank FED in der nächsten Woche schon Klarheit, indem sie dem Markt einen Impuls nach oben oder unten gibt. Wie immer gilt, dass Sie es als Leser meiner Premiumdienste sofort erfahren, wenn die Zeit reif ist, um die Investitionsquote wieder zu erhöhen.

Marktanalyse

Kommt nun eine Korrektur, die Ihr Depot bedroht oder kommt sie nicht? Ob die aktuelle Korrektur sich zu einer ausgewachsenen Herbstkorrektur ausweitet oder nur ein kurzes Strohfeuer war, kann man noch nicht abschätzen. Nur eines ist sicher: Ihre Megatrend-Depots bedroht sie nicht.

Es war richtig und wichtig, die Investitionsquote nach der bedrohlichen roten Kerze vom vergangenen Freitag zu reduzieren, auch wenn die Kurse kurz danach schon wieder höher standen. Der Schutz Ihres Kapitals geht vor. In heftigen Korrekturen verlieren Optionsscheine schnell mal 50 % in wenigen Tagen und dann müssen Sie besonders in gehebelten Depots die Verluste begrenzen und die Cashquote erhöhen.

Die Wahrscheinlichkeit für eine größere Korrektur steigt rapide, wenn die bisherigen Tiefstkurse vom Montag unterschritten werden. Verzogen haben sich die Korrektur-Wolken erst dann endgültig, wenn die jüngsten Hochs überschritten werden. In den amerikanischen Indizes wären das die Allzeithochs, im DAX das August-Hoch bei 10.800 Punkten.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
Testen Sie Lehne’s MegaTrends jetzt 30 Tage lang gratis und risikolos!

 

 

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Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

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Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.