Wochenanalyse Trendfolge

Wie ich zur Börse kam

Hier  schreibe ich für Sie normalerweise über unsere Strategie oder die Börsenlage. Heute möchte ich, dass Sie mich besser kennenlernen. Auf der Anlegermesse INVEST wurde ich gefragt, wie ich zur Börse kam. Dazu muss ich ein bisschen ausholen.

Ich war schon immer ein Fan der neuen Medien. Ich war wohl einer von wenigen Nutzern des Bildschirmtextes (BTX) der Deutschen Telekom. Dieser Vorgänger des Internet enthielt einige pixelige Seiten, mit denen man nicht allzu viel anfangen konnte. Spannend fand ich es trotzdem. 1994 hatte ich meinen ersten Internetzugang.

Ein Jahr später entdeckte ich eine spannende Marktlücke: Wer in Deutschland eine Website ins Netz stellen wollte, musste für den Serverplatz ein Vielfaches des Preises zahlen, der in den USA fällig wurde. Da das Internet keine Grenzen kennt, war es kein Problem, eine Mittlerrolle einzunehmen und deutschen Unternehmen Platz auf amerikanischen Servern zu besorgen. Anfang 1996 gründete ich als BWL-Student ein Unternehmen, das dieses Preisgefälle nutzen sollte. Meinen Freunden musste ich damals noch erklären, was „dieses Internet“ eigentlich ist.

Es war ein perfekter Nebenjob: Wenn ein Auftrag kam, orderte ich den Zugang bei meinen amerikanischen Partnern und leitete die Zugangsdaten an die deutschen Kunden weiter. Gab es Fragen, wurde ich noch als Übersetzer im Support tätig. Als Gegenleistung für diese überschaubare Arbeit konnte ich eine monatlich wiederkehrende Gebühr mit einer dicken Marge an meine Kunden berechnen – und war trotzdem einer der günstigsten deutschen Anbieter.

Als ich mein Studium ein halbes Jahr später abgeschlossen hatte, war mir klar, dass ich mich voll meinem Unternehmen widmen musste. Ich investierte also alle Kraft in den Aufbau meiner Firma und holte mir schon bald einen technischen Partner ins Boot, um auch in Deutschland eigene Server aufzubauen.

Bis zum Jahr 2000 hatten wir aus dem ehemaligen Nebengewerbe ein Unternehmen mit über 100 Servern und 10 Mitarbeitern gemacht. Dann kamen die ersten Billigprovider wie Strato und 1&1 auf den Markt. Ab diesem Moment war mir klar: Es war eine spannende Phase, aber es ist Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Ich verkaufte mein Unternehmen an eine amerikanische Aktiengesellschaft.

Sie wissen ja, über Geld redet man in Deutschland nicht. Sagen wir mal so: Der Betrag, den ich erlöst hatte, war nicht so viel, dass ich den Rest meines Lebens davon leben konnte. Aber für einen jungen Menschen von nicht einmal 30 Jahren war es ein Batzen Geld.

Das gewonnene Kapital einfach aufs Sparbuch zu legen kam für mich nie in Frage. Also fing ich an, mich mit Börse zu befassen. So wollte ich mein Kapital mehren.

Natürlich gelang das erst einmal nicht. Denn in den folgenden Jahren zahlte ich wie jeder Börsen-Neuling kräftig Lehrgeld. Ich probierte zahlreiche Strategien aus, von denen die meisten nicht funktionierten. Als Daytrader und mit automatischen Handelssystemen verlor ich einen Haufen Geld. Das sind die Lernprozesse, die jeder durchmachen muss, bevor er an der Börse erfolgreich werden kann.

Irgendwann hatte ich genug gelernt. Mir war klargeworden, dass langfristige Strategien für mich besser funktionieren als kurzfristiges Trading. Als analytisch veranlagter Mensch hatte ich eine große Freude daran, mich mit Charttechnik zu befassen. Mit diesen Grundvoraussetzungen kristallisierte sich im Lauf der Jahre die langfristige Trendfolge immer mehr als überlegene Anlagestrategie hinaus.

Natürlich beobachtete ich in meiner Anfangszeit auch andere Trendfolge-Dienste sehr genau. Ein bekannter Dienst, der den klassischen Buy & Hold-Ansatz verfolgte, führte ab 2005 vor, welche fantastischen Gewinne man in guten Zeiten mit der Trendfolge erreichen kann. Er fiel in schwierigen Börsenphasen aber regelmäßig um 50 % und mehr zurück. Wirklich durchziehen kann eine so stark schwankende Strategie nur, wer Nerven wie Drahtseile hat.

Deswegen entwickelte ich meine eigene Strategie: Sie nutzt in guten Zeiten die volle Stärke der Trendfolge mit Optionsscheinen. Dass man damit ein Depot verdoppeln kann, habe ich in den letzten 15 Jahren schon oft erlebt. Es muss aber andererseits nicht sein, dass es sich in schlechten Marktphasen regelmäßig halbiert.

Deshalb investiere ich das Depot nur dann voll, wenn das Marktumfeld uneingeschränkt bullisch ist. Trübt es sich ein, passe ich die Strategie an. Ich reduziere ich den Anteil von Optionsscheinen und baue Cash und Absicherungspositionen auf.

So möchte ich Ihnen eine Strategie bieten, die in allen Marktphasen funktioniert. In schwierigen Zeiten ist es das vorrangige Ziel, Kapital zu beschützen. In guten Zeiten zünden wir den Turbo und verdoppeln das Depot!

Marktanalyse

Die Berichtssaison hat begonnen! Es ist die Zeit, in der Unternehmen sich beweisen müssen. Mit ihren Produkten, Dienstleistungen und Innovationen entfachen sie oft Fantasien unter den Anlegern, die jetzt mit Zahlen aus der Vergangenheit untermauert werden müssen.

Doch es geht auch um einen Ausblick des Managements in die Zukunft. Der ist für die Anleger noch wichtiger: Nur, wenn die künftige Entwicklung stark ist, kann der Kurs weiter steigen.

Wer sehr kurzfristiges Trading macht, sollte die Finger von Aktien lassen, die Zahlen präsentieren. Sowohl die Zahlen selbst als auch die Reaktionen darauf sind völlig unberechenbar.

In unseren Depots sieht es anders aus: Wir sind langfristig investiert, auch mit den Optionsscheinen. Selbst, wenn bei einer Aktie die Zahlen schlecht ausfallen, holen unsere starken Mega-Trendfolger das oft in wenigen Wochen wieder auf. Im Depot kommt es außerdem nicht auf einen einzelnen Wert an, sondern auf die Gesamtentwicklung. Meistens geht das Depot gestärkt aus der Berichtssaison.

Der DAX schwankt momentan um die 12.000 Punkte. Damit hatten wir gerechnet. Ich hatte es sogar als ideales Szenario bezeichnet. Vor zwei Wochen schrieb ich an dieser Stelle: „Am besten wäre es, wenn der DAX jetzt eine Zeit lang unterhalb des Allzeithochs konsolidiert und zum Beispiel einige Wochen zwischen 11.800 und 12.400 Punkten seitwärts läuft. Nimmt er dann im Anschluss das Allzeithoch in Angriff, kann ein nachhaltiger Ausbruch gelingen. Dann könnte uns diese Rallye noch sehr weit führen.

Ich rechne nicht damit, dass sich diese Woche im DAX noch viel tut. Die Anleger wollen die Wahl in Frankreich am Sonntag abwarten. Und auch die Stillhalter der April-Optionen reiben sich die Hände: 12.000 Punkte ist für sie der optimale Abrechnungskurs und sie werden alles dafür tun, dass es bis Freitag so bleibt.

Mal sehen, vielleicht kann der DAX ab Montag wieder steigen, wenn diese beiden Themen vom Tisch sind.

Auch die US-Indizes befinden sich in einer Konsolidierung. Eine klare Richtung lässt sich aus den Charts noch nicht ablesen. Es könnte bald wieder aufwärts geht oder einen weiteren Korrekturschub geben.

Mit unserer Depotmischung sind wir für beide Fälle gut aufgestellt. Entscheiden sich die Märkte für den Weg nach oben, können wir die Absicherungen zügig auflösen und von steigenden Kursen voll profitieren. Geht es abwärts, werden der Nasdaq-Put und unsere Crash-Absicherung in Form des VIX-Calls voll greifen.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

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Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.