Schafft der Nasdaq 100 das Allzeithoch? (Sonderanalyse zum Markt)

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Heute erhalten Sie die Sonderanalyse zur aktuellen Marktsituation für den Monat August. Diese Ausgabe dient als Zusatzinformation und enthält keine Informationen zu den Depots oder Handelsempfehlungen.

Ich hatte es in der vergangenen Wochenausgabe schon erwähnt: Ein historisches Ereignis könnte bevorstehen. Der Nasdaq 100 ist kurz davor, das Allzeithoch aus dem Jahr 2000 zu überwinden. Es ist das letzte Puzzleteil, das noch fehlt. Dann sind alle Märkte im Bullen-Modus, denn S&P 500 und Dow Jones sind schon nach oben ausgebrochen, und auch der DAX hat den Ausbruch nach oben geschafft. Er steht zwar noch lange nicht auf Allzeithoch, hat seinen Abwärtstrend aber hinter sich gelassen. Dieser hatte uns immerhin ein ganzes Jahr lang beschäftigt.

Wie passt das alles zusammen, und auf welche Marken müssen Sie achten? Heute schauen wir uns den DAX und den Nasdaq 100 an, um diese Fragen zu beantworten.

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Analyse DAX

Erinnern Sie sich an meine Analyse vom vergangenen Monat? Dies war meine Aussage: „Ein positives Zeichen wäre es, wenn der rote Abwärtskanal nach oben aufgelöst werden kann und das letzte Zwischenhoch vom März 2015 überwunden wird. Dieses liegt bei knapp 10.500 Punkten. Bei Kursen über dieser Marke steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX zu einer Aufholrallye gegenüber den amerikanischen Märkten startet.“ Dazu gab es einen Chart mit zwei Fragezeichen, den ich schon einen Tag nach dem Brexit-Votum so gezeichnet hatte. Heute schauen wir ihn uns zum letzten Mal in dieser Form an, denn das Fragezeichen nach unten brauchen wir ab sofort nicht mehr.

Chart von ProRealTime. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.
Chart von ProRealTime. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Nach dem Brexit-Entscheid stand der DAX auf Messers Schneide. Es war absolut unklar, ob die deutschen Aktien nach unten wegbrechen und erst irgendwo im Bereich von 8.000 Punkten Halt finden werden, oder ob das Brexit-Votum ein finaler marktbereinigender Sell-Off war. Heute wissen wir es: Der DAX ist seit diesem Tag fast ohne Unterbrechung gestiegen. Er hat sich von den beiden skizzierten Optionen für die obere Variante entschieden.

Und auch die beiden von mir in der letzten Analyse genannten Marken wurden erobert: Der rote Abwärtskanal wurde nach oben aufgelöst und das Zwischenhoch vom März eindrucksvoll überwunden. Zuletzt lag schon das Juni-Tief über dem Februar-Tief. Das heißt, wir haben jetzt alles, was wir für einen Aufwärtstrend brauchen: Ein höheres Tief und ein höheres Hoch.

Sollte sich dieser Ausbruch nicht im Nachhinein als großer Fehlausbruch herausstellen, dann ist der Abwärtstrend des DAX, der sich seit April 2015 gebildet hatte, seit letzter Woche beendet. Damit gibt es wiederum zwei Möglichkeiten: Der DAX kann in eine große Seitwärtsbewegung übergehen. Oder er erreicht langfristig neue Allzeithochs. Vergessen wir nicht: Die amerikanischen Indizes starten gerade eine Rallye, und der DAX hat noch ein großes Aufholpotenzial. Folgerichtig haben wir letzte Woche mit Fresenius eine erste DAX-Position ins Vermögensaufbau-Depot aufgenommen.

Natürlich führt auch eine Aufholrallye nicht schnurstracks nach oben. Zwischenzeitliche Korrekturen, wie wir sie letzte Woche für einige Tage gesehen haben, sind wichtig. Dann kühlt der Markt ab, und der Weg nach oben wird frei. Bedenken Sie, dass der DAX in den letzten 6 Wochen mehr als 15 % zugelegt hat!

Sollte der Markt also in den nächsten Tagen oder Wochen noch einmal stark fallen, ist das kein Grund zur Besorgnis. Die entscheidende Marke für mich sind jetzt die 10.300 Punkte. Dort läuft aktuell der Abwärtstrendkanal, so dass ein Rücksetzer in diesen Bereich nichts anderes als ein Rücktest des bezwungenen Kanals wäre. Auch die 20-Tage-Linie verläuft aktuell in diesem Bereich.

Solange der DAX nicht mehr unter diese Marke fällt, bleibt für mich die Marktlage in Deutschland positiv, und wir werden Depotpositionen weiter ausbauen.

Erst darunter müssten wir die Strategie überdenken und die Lage neu analysieren.

Auf diese Marken müssen Sie achten:

 

Ein negatives Zeichen wäre es, wenn die 10.300-Marke nachhaltig nach unten verletzt wird. Dann müssten wir die Situation komplett neu analysieren.

 

Ein positives Zeichen wäre es, wenn der DAX in den nächsten Tagen oder Wochen eine gesunde Korrektur durchmacht und zumindest die 10.500-Marke zurück testet. Auch Kurse bis zu 10.300 Punkten wären noch ein gesunder Rücktest. Wenn es von hier dann wieder dynamisch nach oben geht, ist die Situation mittelfristig uneingeschränkt positiv.

 

Analyse Nasdaq 100

Im letzten Monat haben wir uns den amerikanischen S&P 500 angeschaut. Dieser marktbreite Index mit 500 großen amerikanischen Unternehmen ist für mich der wichtigste US-Index. Dort hat sich jedoch seitdem nicht viel getan: Einen kompletten Monat lang lief der S&P 500 nur seitwärts.

Das ist erst einmal ein sehr positives Zeichen: Die Konsolidierung ist nötig, um Überhitzungen abzubauen, und sie findet oberhalb des ehemaligen Allzeit-Hochs statt.

Viel spannender ist dagegen momentan der amerikanische Technologieindex Nasdaq 100. Er weist einige Besonderheiten auf: Zum einen gab es in diesem Index nie eine Seitwärtsbewegung. Das Hoch vom November 2015 lag oberhalb des Hochs vom Juli 2015. Und auch das Tief vom Februar 2016 lag oberhalb des August-Tiefs von 2015. Der Nasdaq 100 hat seinen Aufwärtstrend also nie verlassen! Er hatte sich lediglich abgeflacht und wurde volatiler, während die anderen Indizes korrigiert haben.

Zuletzt allerdings zeigte er sich sehr schwach und lief den anderen Märkten hinterher. Während S&P 500 und Dow Jones schon seit Wochen oberhalb ihres Allzeithochs notieren, musste der Nasdaq 100 erst in den letzten Wochen eine steile Rallye hinlegen, um dorthin zu kommen.

Chart von ProRealTime. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.
Chart von ProRealTime. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

 

Doch noch eine Besonderheit gibt es:

Während das zu überwindende Allzeithoch für die anderen amerikanischen Indizes aus dem Jahr 2015 notierte, ist das Allzeithoch im Nasdaq 100 ganze 16 Jahre alt! Es entstand während der Technologie-Blase im Jahr 2000.

Jetzt haben wir also folgende Situation: Mit dem steilen Anstieg der letzten Wochen hat der Nasdaq 100 zwar das Hoch aus dem letzten Jahr schon überwunden (untere grüne Linie). Er steht aber genau am Allzeithoch aus dem Jahr 2000 (obere dicke grüne Linie). Ein 16 Jahre altes Hoch ist natürlich noch einmal ein dicker Widerstand! Doch diese Woche könnte es soweit sein, dass auch dieser gebrochen wird. Es wäre ein historisches Signal und enorm wichtig für den Gesamtmarkt. Denn machen Sie sich eines klar: Es kann nie eine Rallye an den Märkten ohne die Technologie-Werte geben! Im Gegenteil: Normalerweise geben diese das Tempo vor und ziehen die anderen Märkte mit nach oben.

Doch selbst wenn der Nasdaq 100 jetzt noch einmal stärker zurückkommen sollte, wäre dies noch kein schlechtes Zeichen. Denn auch dieser Index hat in den letzten sechs Wochen eine 15 %-Rallye hingelegt, zeigt Überhitzungs-Tendenzen und darf durchaus verschnaufen, bevor der endgültige Ausbruch kommt. Es wäre sogar sehr gesund. Die entscheidende Marke ist für mich aktuell das Zwischenhoch vom April. Dieses liegt bei etwa 4.570 Punkten (rote Linie) und muss als Unterstützung jetzt halten, sonst trübt sich die Lage wieder deutlich ein.

Auf diese Marken müssen Sie achten:

Ein negatives Zeichen wäre es für mich erst, wenn der Nasdaq 100 nachhaltig unter das Zwischenhoch vom April 2016 fallen würde. Dieses liegt bei ca. 4.570 Punkten. Dann würde die Wahrscheinlichkeit für mittelfristig fallende Kurse steigen.

 

Ein positives Zeichen wäre es, wenn der Nasdaq 100 auch noch das Allzeithoch aus dem Jahr 2000 bei 4.816 Punkten überwinden könnte. Damit würde er die Ausbrüche der anderen amerikanischen Indizes bestätigen und der Weg für eine mittelfristige Rallye wäre frei!

 

 

 

Kategorie:Zusatzinfos

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

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