Wochenanalyse Trendfolge

Warum wir ab 100 % Plus Gewinnmitnahmen machen

Toll, wenn ein Schein mit 100 % ins Plus läuft! So haben wir es beispielsweise bei ASML gesehen. Unser Optionsschein hatte sich schon bis zur letzten Wochenausgabe verdoppelt und dann zum Ende der Woche weiter zugelegt. Am Wochenende war er mit fast 120 % im Plus. Für mich der richtige Zeitpunkt, um die halbe Position zu verkaufen und einen Teil des Gewinns zu realisieren. Da der Schein auch am Montag munter weiter stieg, erlöste ich in meinem Echtgeld-Musterdepot letztendlich sogar 125,6 %!

Zum Thema Gewinnmitnahme scheiden sich die Geister: „Von Gewinnmitnahmen ist noch niemand arm geworden!“, sagen die einen. „Gewinne soll man laufen lassen“, meinen die anderen. Und rückblickend hat dann immer jeder Recht, weil er sich für seine Argumentation genau die Aktien und Verläufe heraussucht, die zu seiner These passen.

Ich halte es bei Optionsscheinen so: Ab 100 % Plus suche ich einen geeigneten Zeitpunkt, um Ihnen eine Verkaufsempfehlung für die Hälfte der Position zu schicken. Die andere Hälfte lassen wir weiterlaufen, bis wir den Schein rollen oder ein charttechnisches Verkaufssignal kommt.

Welche Vorteile hat diese Vorgehensweise?

Position ohne Risiko

Zunächst einmal ist es natürlich charmant für Sie, eine Position im Depot zu haben, die keinerlei Verlustrisiko mehr enthält. Wenn eine Position sich verdoppelt hat und wir entnehmen die Hälfte, dann haben Sie Ihren ursprünglichen Einsatz ja schon zurück!

Alles, was weiterläuft, ist reiner Gewinn. Fällt die Restposition, dann machen Sie etwas weniger Gewinn. Steigt sie weiter, dann machen Sie mehr, vielleicht sogar viel mehr. Aber Gewinn machen Sie auf jeden Fall – es sein denn, die übrige Position wird wertlos. Das ist bei einem Optionsschein, der schon so weit im Geld ist, aber sehr unwahrscheinlich. Doch selbst wenn dieser seltene Fall eintreten sollte, hätten sie trotzdem mit dem gesamten Investment keinen Verlust gemacht. Ihren Einsatz haben Sie ja schon wieder einkassiert. Im Fall von ASML sogar ein bisschen mehr. Denn wir hatten ursprünglich 903 Euro investiert und haben am Montag bereits 1018,50 Euro entnommen. Die zweite Hälfte, die noch weiterläuft, ist ähnlich viel wert.

Abbau von Ungleichgewichten

Wir streben in unseren Depots – abgesehen von der Tatsache, dass es halbe und volle Positionen gibt – immer eine Gleichgewichtung aller Werte an. Nach Möglichkeit soll jede volle Position 10 % des Gesamtdepots ausmachen.

Natürlich können wir das nur beim Kauf sicherstellen. Danach schwanken die Positionen. Eine steigt sehr schnell, eine andere langsamer. Eine dritte fällt vielleicht vorübergehend.

Eines ist aber sicher: Ein Optionsschein, der bereits 100 % Plus gemacht hat, ist im Depot übergewichtet. Damit steigt das Risiko, dass das Depot zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird, wenn es vielleicht eine schlechte Unternehmensnachricht zum Basiswert gibt.

Mit der Entnahme der Hälfte der Position stutzen wir sie wieder auf eine normale Gewichtung zurecht.

Investition in eine Position mit besserem Hebel

Je weiter eine Position steigt, desto geringer wird ihr Hebel. Unser ASML-Schein hatte beim Kauf beispielsweise einen effektiven Hebel (Omega) von 5,5. Aktuell beträgt das Omega nur noch etwa 4,2. Dadurch partizipiert der Schein nicht mehr so stark vom Wertzuwachs wie am Anfang.

Lösen könnten wir das Problem, indem wir die Position in einen neuen Schein mit angepasster Basis und Laufzeit rollen. Das ist aber auch riskant: Zwar laufen Trends oft viel weiter als man denkt. Ein Wert, der ohne Verschnaufpause so weit ins Plus gelaufen ist, wird aber auch anfällig für Korrekturen. Das ist der Grund, warum wir neue Scheine nur nach Ausbrüchen aus Konsolidierungen kaufen.

Ich halte es deshalb für die bessere Variante, ab 100 % Plus einen Teil des Gewinns sicherzustellen. Diesen können wir in einen neuen dynamischen Trendfolger investieren, der noch nicht so weit gestiegen ist, sondern gerade erst aus einer Konsolidierung nach oben ausbricht. Da können wir dann auch wieder mit vollem Hebel arbeiten!

Fazit

Es gibt viele gute Gründe, die dafür sprechen, nach einem 100 %-igen Anstieg eine Gewinnmitnahme zu tätigen und die Hälfte der Position zu verkaufen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten noch einige solcher Entnahmen bei verschiedenen Optionsscheinen machen können!

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.


Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.



Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts „meiner Trendfolger“ und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.


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