Wochenanalyse Trendfolge

Darf man Aktien verbilligen?

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Am Montag haben wir unseren Weibo-Schein verbilligt. Von Verbilligen spricht man, wenn eine Position zu niedrigeren Kursen aufgestockt wird, um damit den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken.

Das Verbilligen von Aktien – und erst recht von Derivaten – ist sehr umstritten. Oft wird es als Anfängerfehler bezeichnet. Ich selbst stocke Positionen auch lieber auf, wenn sie gestiegen sind. Ein von mir sehr geschätzter Kollege schrieb einmal: „Verbilligen darf man nur Indizes, nie einzelne Aktien!“ Der Gedanke dahinter: Ein Index kann nie wertlos werden. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Indizes langfristig – also auf Sicht von etwa 10 Jahren – fast immer auf neue Allzeithochs steigen. Hat man also einen langfristigen Anlagehorizont und die Chance, bei einer Investition wie einem Index-ETF den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken, dann sollte man es auch tun!

Anders sieht es bei Aktien aus: Wenn Sie einen Rohrkrepierer im Depot haben, der immer weiter sinkt, dann nutzt auch eine Verbilligung nichts. Dann werfen Sie einer schlechten Investition noch mehr genauso schlecht investiertes Geld hinterher. Am Ende verlieren Sie mit jedem weiteren Prozent, das die Aktie sinkt, immer mehr Kapital.

Bei Trendfolgeaktien muss man das ein wenig differenziert sehen. Schließlich stellen wir extrem hohe Qualitätsanforderungen, bevor eine Aktie in eines unserer Depots darf. Ähnlich wie bei einem Index handelt es sich hier um Wertpapiere, die normalerweise langfristig gesehen immer steigen. Ganz einfach, weil sie auch ihre Umsätze und Gewinne immer weiter steigern können. Die Trendfolger aus unserem Depot haben das schon viele Jahre unter Beweis gestellt.

Ein Rücksetzer ist bei einer solchen Aktie oft eine einmalige Gelegenheit, solche Wertpapiere noch einmal etwas günstiger zu bekommen. Normalerweise eilen sie von Allzeithoch zu Allzeithoch.

Nehmen wir Weibo als Beispiel: In der Eilmeldung vom Montag hatte ich Ihnen geschrieben, dass in den kommenden Jahren ein Gewinnwachstum von durchschnittlich 44 % pro Jahr erwartet wird. Natürlich sind das nur Analystenschätzungen. In Wirklichkeit kann es niedriger oder höher ausfallen. Aber gehen wir ruhig einmal davon aus, dass die 44 % so eintreffen und zwar über einen Zeitraum von 5 Jahren. Dann würde Weibo im Jahr 2023 mehr als das 6-fache des heutigen Gewinns erzielen!

Es kann einfach nicht sein, dass die Weibo-Aktie dann nicht um ein Vielfaches höher steht als heute. Es gibt also nur 2 Möglichkeiten: Entweder die Analysten liegen komplett daneben. Oder die Aktie wird langfristig auf neue Allzeithochs steigen. Bei Weibo gehe ich vom zweiten Fall aus.

Natürlich sagt das nichts über die kurzfristige Entwicklung aus. Heute stehen die Quartalszahlen von Weibo an. Zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe waren sie noch nicht veröffentlicht. Wenn Sie die Ausgabe lesen, sind sie wahrscheinlich schon draußen. Dann können die Aktie und das Zertifikat stark schwanken und noch einmal deutlich höher oder niedriger notieren. Doch langfristig wird sich der Aufwärtstrend durchsetzen!

Bei kompletten Neueinstiegen setzen wir vor allem auf die Charttechnik: Wir wollen einen Ausbruch unter hohem Umsatz und mit hoher Dynamik sehen. Die fundamentale Bewertung spielt da nur eine sekundäre Rolle, denn echte Mega-Trendfolger sind fast nie günstig bewertet.

Eine Verbilligung setzt dagegen eine umfassende fundamentale Analyse voraus. Eine Verbilligung ist nur dann erlaubt, wenn 2 Faktoren zusammenfallen: Erstens muss eine Trendfolgeaktie nach einer Korrektur unter Berücksichtigung ihrer Wachstumsgeschwindigkeit günstig bewertet sein. Und zweitens muss das Unternehmen das Potenzial haben, seine Gewinne langfristig stark zu steigern.

Denn es kann auch vorkommen, dass ein ehemals starker Trendfolger seinen Aufwärtstrend nie mehr aufnimmt. Beispielsweise können sich die Marktbedingungen ändern. Ein früher erfolgreiches Geschäftsmodell mit stetig wachsenden Gewinnen funktioniert dann nicht mehr. Denken Sie nur an die US-Videothekenkette Blockbuster, deren Niedergang ab dem Jahr 2002 begann, als Netflix den Markt eroberte. Oder an Eastman Kodak: Deren Kerngeschäft war der Verkauf von Filmen. Dieses wurde obsolet, als die Digitalfotografie den Markt eroberte. Bevor Sie eine langfristige Investition in einen Trendfolger verbilligen, fragen Sie sich also immer: Wird das Geschäft dieses Unternehmens in einigen Jahren besser als heute funktionieren oder schlechter?

Eine Aufstockung zu billigeren Kursen wird in unseren Depots die Ausnahme bleiben. Unser bevorzugtes Szenario ist und bleibt es, Positionen auszubauen, wenn der Trendfolger bereits gestiegen ist und dann weitere Stärke zeigt. Doch gerade in Korrekturen gibt es oft schöne Gelegenheiten zur Verbilligung von Trendfolgern, die man dann auch nutzen sollte.

Marktanalyse

Die Marktlage hat sich seit letzter Woche deutlich aufgehellt. Unsere Depots haben eine klare relative Stärke gezeigt und sind dem Markt mit ihrem deutlichen Wochengewinn schon einen Schritt voraus. Unsere beiden zuletzt gekauften Scheine sind beide mit 40 % im Plus, die Empfehlung von letzter Woche sogar schon nach 7 Tagen!

Auch US-Positionen sind auf neue Allzeithochs ausgebrochen. Dabei haben die Märkte dort noch gar kein klares Signal gegeben, dass die Korrektur schon vorbei ist. Unsere Trendfolgeaktien sind die stärksten Aktien der Welt. Da ist es normal, dass diese dem Markt oft einen Schritt voraus sind und als Erste auf neue Hochs ausbrechen.

Während die US-Indizes noch in der Korrektur feststecken, hat das Millionen-Depot seit seinem Korrekturtief schon etwa 2.000 Euro aufgeholt. Das entspricht fast 30 % Plus in 5 Wochen. Eine bärenstarke Entwicklung! Ich bleibe dabei: Wenn diese Korrektur endgültig beendet ist, werden wir schon in wenigen Monaten eine Verdopplung unseres Millionen-Depots sehen.

Einen eindrucksvollen Ausbruch aus seiner Korrektur hat der DAX geschafft. Langfristig läuft der deutsche Leitindex meistens im Einklang mit den US-Märkten. Doch in den letzten Monaten gab es ein Ungleichgewicht: Der DAX entwickelte sich deutlich schlechter als die amerikanischen Indizes. Momentan sieht es so aus, als ob dieses Missverhältnis jetzt wieder aufgelöst wird: Der DAX ist als Erstes aus der Korrektur nach oben ausgebrochen.

In den USA fehlen noch die letzten Bestätigungen für eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends. Der Technologieindex Nasdaq 100 marschiert voran, muss aber noch das Zwischenhoch vom April überwinden, um endgültig grünes Licht zu geben. Dow Jones und S&P 500 haben beide noch die 50-Tage-Linie und wichtige Abwärtstrendlinien vor sich.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es jetzt ein einziger Tag mit hohem Umsatz und dynamischen Kursgewinnen in allen US-Indizes. Sehen wir diesen, ist die Korrektur mit hoher Wahrscheinlichkeit Geschichte.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.