Wochenanalyse Trendfolge

So berechnen Sie die Depotperformance richtig

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Immer wieder erhalte ich Zuschriften von Lesern, die Schwierigkeiten haben, die Performance unserer Musterdepots in ihrem eigenen Depot nachzuvollziehen. Meistens liegt das daran, dass die Performance falsch berechnet wird. Deswegen will ich Ihnen heute zeigen, wie Sie es richtig machen.

Zunächst einmal: Sie können sich darauf verlassen, dass die Performance im Musterdepot stimmt. Dafür sorge nicht nur ich mit dem Führen eines Musterdepots und einer sorgfältigen Berechnung der Entwicklung. Auch eine unabhängige Vermögensverwaltung überprüft jeden Trade und tätigt jeden Kauf und Verkauf in einem eigenen virtuellen Musterdepot. Sie schickt mir jeden Monat ein offizielles Performance-Controlling, das ich mit meinen Depots abgleichen kann. So können Sie sicher sein, eine testierte Performance in den Depots zu sehen, die auf jeden Fall stimmt.

Sowohl die Vermögensverwaltung als auch ich gehen dabei nach dem gleichen Prinzip vor: Wir vergleichen den Gesamtbestand eines Depots zu Beginn einer Periode mit dem Gesamtbestand am Ende einer Periode. Der prozentuale Unterschied ist dann die Performance.

So vergleichen Sie den Gesamtbestand am Beginn und Ende einer Periode

Der Gesamtbestand ergibt sich aus allen Wertpapieren und dem Cashbestand im Depot. Ein Beispiel: Das Rendite-Depot hatte am 31.12.2019 einen Wertpapierbestand von 13.744,60 Euro und einen Cashbestand von 549,80 Euro. Das ergibt einen Gesamtwert von 14.294,50 Euro. Ein Jahr später, am 31.12.2020, hatten wir zwar einen niedrigeren Wertpapierbestand von nur 12.073,80 Euro. Wir hatten aber 6.043,70 Euro in der Kasse. Macht zusammen 18.117,40 Euro.

Damit konnten Sie mit dem Rendite-Depot im Jahr 2020 einen Gewinn von 5.493,80 Euro erzielen. Das entspricht einer Performance von + 26,7 %. Um die Prozente zu berechnen, teilen Sie einfach den neuen Bestand durch den alten Bestand: (18.117,40 Euro / 14.294,50 Euro) = 1,267. Wenn Sie davon 1 abziehen und es in Prozente umrechnen, haben Sie die Performance von + 26,7 %.

Wollen Sie das sauber in Ihrem eigenen Depot nachvollziehen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist, für jedes Musterdepot ein eigenes Depot mit eigenem Cashkonto anzulegen. Dann sehen Sie auf einen Blick, welchen Gesamtbestand Sie haben. Oder Sie führen die Depotpositionen und den Cashbestand in einer Excel-Tabelle oder einem kostenlosen Online-Musterdepot, wie es viele Finanzplattformen anbieten.

Die folgenden Wege sind falsch und führen nicht zum richtigen Ergebnis:

Die meisten Broker zeigen nur die Performance der bestehenden Positionen an

Immer wieder schreiben mir Leser, dass ihr Broker ihnen eine andere Performance anzeigt, als ich angebe. Das ist auch kein Wunder: Die meisten Broker zeigen Ihnen nur die Performance der Positionen an, die sich gerade im Depot befinden. Gewinne, die bereits realisiert wurden, finden dort keine Berücksichtigung mehr. Dabei sind sie ein wichtiger Faktor für die Entwicklung eines Gesamtdepots, besonders langfristig. Eine Ausnahme hiervon sind übrigens die One Click Trading Broker, die Ihnen in der Kontoverwaltung auch eine Kapitalkurve des Gesamtkapitals anzeigen.

Betrachten Sie nicht nur die realisierten Positionen

Genauso falsch ist es, nur die realisierten Positionen zu betrachten. Auch das machen viele Leser, wie ich im Support immer wieder feststelle. Ein unrealisierter Gewinn ist aber genauso viel wert wie ein realisierter. Schließlich könnten Sie ihn sofort auf dem Konto haben, wenn Sie die Position verkaufen. „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen“ bedeutet, dass sich unter den verkauften Positionen immer tendenziell mehr Verlierer finden, weil wir die Gewinner-Titel länger im Depot lassen. Sie sind es, die das Depot nach oben ziehen und für eine gute Performance sorgen.

Ein extremes Beispiel dazu: Sie haben zum Jahresanfang nur 2 Positionen mit jeweils 1.000 Euro im Depot. Die eine verliert 10 %, Sie begrenzen das Risiko und verkaufen sie für 900 Euro. Die zweite Position läuft fantastisch und verdreifacht sich auf 3.000 Euro, verbleibt aber im Depot. Dann haben Sie am Jahresende 3.000 Euro in Wertpapieren und 900 Euro Cash im Depot, insgesamt 3.900 Euro. Bezogen auf den Anfangsbestand von 2.000 Euro haben Sie eine sagenhafte Performance von + 95 % erzielt. Anleger, die nur die realisierten Positionen betrachten, würden jedoch zu dem Ergebnis kommen, dass das Depot 100 Euro verloren hat und damit 5 % Minus gemacht hat. Sie sehen schon: Das kommt nicht hin.

Fazit: Um die Performance Ihres Depots zu berechnen, betrachten Sie immer den Gesamtbestand (Wertpapiere + Cash) am Beginn und am Ende einer Periode. Am einfachsten geht das mit getrennten Depots, einer Excel-Tabelle oder einem Online-Musterdepot. Falsch ist es, zur Berechnung der Performance nur die bestehenden Positionen oder nur die realisierten Gewinne und Verluste zu betrachten.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs “Lehne’s MegaTrends” erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

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