Wochenanalyse Trendfolge

Warum wir nicht mit Limits arbeiten

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Alle 3 Depots haben seit der letzten Wochenausgabe einen ordentlichen Satz nach oben gemacht. Das Rendite-Depot und das Millionen-Depot stehen außerdem auf einem neuen Höchststand. Sehr schön, so stellen wir uns das vor!

Trotz der immer weiter steigenden Technologiemärkte halte ich an dem hohen Cashanteil in den Depots fest. Denn das Bild ist keineswegs so eindeutig wie es auf den ersten Blick aussieht.

Nicht alle Indizes erreichen neue Höchsstände

Viele Indizes ziehen mit den steigenden Märkten nicht mit. Der DAX bewegt sich eher seitwärts. Der Dow Jones, ein Index mit sehr großen US-Unternehmen vieler Branchen, hat sein Hoch vom Februar genauso wenig erreicht wie der Russell 2000, der sehr viele Unternehmen umfasst und so auch kleinere Unternehmen berücksichtigt. Wir bleiben in dieser Situation vorsichtig!

Sie sind momentan doppelt im Vorteil: Ihre Depots profitieren maximal von dem Rückenwind, den die teilweise steigenden Märkte derzeit geben. Gleichzeitig haben Sie ausreichend Cash, wenn es in dieser unklaren Marktlage zu einer Korrektur kommt.

Warum wir nicht mit Limits arbeiten

Vor 2 Wochen habe ich Ihnen hier die Frage beantwortet, warum ich Ihnen im Millionen-Depot Optionsscheine und keine Optionen empfehle. Es ist die meistgestellte Frage neuer Leser. Direkt danach kommt sehr häufig die Frage, warum wir nicht mit Limits und Stopps arbeiten.

Das Thema Stopps werde ich in einer der kommenden Wochenausgaben behandeln. Heute soll es um die Limits gehen: Viele Börsendienste empfehlen beim Einstieg Limits, um bei einem Rücksetzer etwas günstiger zum Zug als zum aktuellen Kurs. Es ist immer eine Frage der Strategie, ob das Sinn ergibt.

Limits greifen bei schwachen Aktien – aber solche Aktien wollen wir nicht

Wer beispielsweise fundamental unterbewertete Aktien kaufen möchte, kann durchaus darauf spekulieren, dass die Aktie noch etwas billiger wird, bevor sie ihre Unterbewertung abbaut. Das hat aber rein gar nichts mit der Trendfolgestrategie zu tun, wie wir sie in Lehne’s MegaTrends verfolgen.

Fundamental unterbewertete Aktien sind schwach. Es gibt immer einen Grund, warum eine Aktie niedrig bewertet wird, zum Beispiel langsames oder kein Gewinnwachstum. Solche Aktien interessieren uns nicht. In Lehne’s MegaTrends investieren wir in die besten Aktien der Welt: Megatrend-Aktien. Das sind Aktien, die ihre Gewinne über einen längeren Zeitraum schnell steigern und deswegen auch im Kurs schnell steigen können.

Wir kaufen, wenn eine Rallye gerade durchstartet

Eine Kaufempfehlung bekommen Sie von mir meistens dann, wenn eine solche Aktie aus einer Seitwärtsbewegung dynamisch nach oben ausbricht oder in einer Korrektur von wichtigen Unterstützungen nach oben abprallt. Das bedeutet: Wir kaufen sowieso keine überhitzten Aktien, bei denen wir auf Rücksetzer warten müssten. Vielmehr liegt dieser zum Zeitpunkt der Empfehlung gerade hinter uns. Dann können die Kurse oft sehr schnell weiter steigen. Es wäre also völlig falsch, in diesem Moment auf einen erneuten Rücksetzer zu warten. Vielmehr wollen wir bei einer gerade durchstartenden Rallye so früh wie möglich dabei sein.

Natürlich kommt es auch in starken Rallyes zu Rücksetzern im Kurs, besonders intraday. Ich weiß aus meinen Gesprächen mit Lesern, dass manche auf eigene Faust Limits beim Einstieg setzen, um ein paar Cent zu sparen. Am Ende funktioniert das vielleicht in der Hälfte der Fälle. In der anderen Hälfte laufen die Kurse nach oben davon, das Limit wird nicht ausgeführt und die Leser müssen teurer einsteigen, als wenn sie gleich zu aktuellen Kursen gekauft hätten. Ich sehe deswegen im Durchschnitt über alle Trades keinen Vorteil beim Setzen von Limits beim Einstieg.

Auch beim Ausstieg greift ein Limit nicht immer

Beim Ausstieg sieht es ähnlich aus, nur ist die Situation dann umgekehrt. Denn wir steigen vor allem dann aus, wenn eine Aktie Schwäche zeigt. Typische Ausstiegssituationen sind ein neuer kurzfristiger Abwärtstrend, Fehlausbrüche, schlechte Nachrichten über das Unternehmen oder das Brechen von Unterstützungsmarken nach unten.

In diesen Situationen können fallende Kurse Dynamik entwickeln. Setzen wir ein höheres Verkaufslimit in der Hoffnung, dass wir noch einmal ein paar Cent mehr beim Ausstieg bekommen, klappt das vielleicht in einigen Fällen. In anderen Fällen sinkt der Kurs schnell weiter, das Limit wird nicht ausgeführt, und wir müssten schlechter aussteigen.

Leicht abweichende Kurse sind für langfristige Investitionen fast nicht relevant

Wenn wir eine Position zu aktuellen Kursen kaufen, also billigst bzw. Market, wird es fast immer so sein, dass Sie zu Kursen kaufen, die vom Musterdepot leicht abweichen. Manchmal werden Sie etwas besser zum Zug kommen, manchmal etwas schlechter. Nachdem wir langfristige Positionen halten, sind solche Schwankungen fast nicht relevant.

Solaredge haben wir beispielsweise am 15.5.2019 gekauft. Der Kurs schwankte an diesem Tag im L&S-Handel zwischen 45,025 Euro und 47,071 Euro. Im Musterdepot kamen wir für 45,75 Euro zum Zug. Hätten wir zum günstigsten Kurs des Tages gekauft (was praktisch fast unmöglich ist), wären wir im Musterdepot jetzt + 317,5 % anstatt + 310,9 % im Gewinn. Das ist kein allzu großer Unterschied.

Hat aber jemand ein Limit bei 45 Euro gesetzt, um noch etwas günstiger zum Zug zu kommen, dann wurde seine Order nicht ausgeführt, und die Kurse sind davongelaufen. Denn 2 Tage später erreichte die Aktie intraday schon über 50 Euro! Die 45 Euro wurden danach nie mehr erreicht, auch nicht in großen Korrekturen.

Bei Megatrend-Aktien ist es am wichtigsten dabei zu sein

Bei Megatrend-Aktien ist es am wichtigsten, dabei zu sein, wenn eine neue Rallye startet. Hierfür brauchen Sie keine Limits. Kaufen Sie eine Megatrend-Aktie zu dem Kurs, den Sie beim Einstieg bekommen und genießen es dann, so lange wie möglich vom Megatrend zu profitieren!

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs “Lehne’s MegaTrends” erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

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Kategorie:Wochenanalysen

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One comment

  1. Sehr geehrter Herr Lehne,
    seid einiger Zeit habe ich von Ihnen keine SMS mehr erhalten, wenn eine neue Ausgabe von Ihrem Trendfolgbrief verfügbar ist. Eine Mail habe ich erhalten. Da mir die SMS wichtig ist, teile ich Ihnen hiermit nochmal meine Handy-Nummer mit.

    0157 3439 7213

    Auch recht vielen Dank wie Sie uns bisher durch die jüngsten unruhigen Zeiten geführt haben. Sehr froh war ich auch, daß Sie sich entschlossen haben, doch Positionen zu Edelmetallen aufzubauen. Ich denke die Bedeutung wird noch wesentlich zunehmen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wilfried Strohbach

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.