Wochenanalyse Trendfolge

So lösen Sie Probleme mit Emittenten und Brokern

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Wenn ich Ihnen eine Empfehlung schicke, läuft bei der Ausführung der Order nicht immer bei jedem alles glatt. Meistens sind es zwei verschiedene Problemkreise, die beim Handel der von mir empfohlenen Derivate auftreten können:

Erstens kann der Informationsfluss für das Derivat zwischen dem Emittenten und Ihrem Broker nicht vorhanden oder fehlerhaft sein. Jeder Emittent stellt Ihrer Bank Informationen zur Verfügung, unter anderem, ob das Wertpapier überhaupt für Privatkunden zugelassen ist und welcher Risikoklasse es angehört. Die Bank darf Ihre Order nur ausführen, wenn sie prüfen kann, dass das Derivat Ihrer Einstufung entspricht. Normalerweise werden diese Daten nach der Emission automatisch zwischen Bank und Emittent ausgetauscht. Manchmal funktioniert das aber nicht reibungslos. Im Millionen-Depot gab es das Problem zuletzt zweimal innerhalb kurzer Zeit: Der Baozun-Schein war bei einigen Brokern am Tag der Empfehlung nicht handelbar. Auch das GAFAM-Zertifikat konnte nicht sofort überall gehandelt werden.

Solche Probleme sind einfach zu lösen. Es muss lediglich der Datenaustausch zwischen Ihrem Broker und dem Emittenten angestoßen werden. Sie können das selbst tun, indem Sie den Kundenservice Ihrer Bank auf das Problem aufmerksam machen. Sie können auch die Endkundenhotline anrufen, über die jeder Emittent verfügt. Oder Sie geben einfach mir Bescheid. Dann versuche ich, das Problem so schnell wie möglich gemeinsam mit meinen Ansprechpartnern bei den Emittenten zu lösen. Meistens ist das Papier dann innerhalb von 1-2 Tagen handelbar.

Die zweite Problematik betrifft lediglich das Extra-Depot und ist ohne einen Brokerwechsel nicht lösbar: Einige Banken weigern sich partout, den Handel von Knock-Outs auf amerikanische Basiswerte zuzulassen. Die Begründung ist, dass die Regelungen einer geänderten US-Quellensteuergesetzgebung nicht umgesetzt werden können.

Tatsächlich gab es diese Gesetzesänderung zum 1.1.2017. Es stimmt auch, dass Anfang 2017 fast alle Emittenten das Angebot an US-Knock-Outs eingestellt hatten und die Broker diese nicht mehr anbieten konnten. Seitdem ist jedoch über ein Jahr vergangen. Wenn Ihr Broker behauptet, dass es nach wie vor Standard ist, dass diese Wertpapiere nicht gehandelt werden können, ist diese Aussage schlichtweg falsch. Mittlerweile haben fast alle Emittenten wieder Knock-Outs auf US-Basiswerte im Angebot und fast jeder Broker bietet den Handel der entsprechenden Papiere wieder an.

Ich kann nicht jeden deutschen Broker überprüfen, bevor ich Ihnen eine Empfehlung gebe. Aber Ihren Feedbacks nach zu urteilen, sind es vor allem die Consorsbank und die Comdirect, bei denen ein Handel nach wie vor nicht möglich ist. Als Chefanalyst Ihres Börsendienstes ist es nicht meine Aufgabe, Ihnen Vorgaben zu machen, wo Sie Ihre Orders tätigen sollten. Aber natürlich ärgere ich mich genauso wie Sie, wenn Ihr Broker Ihnen aussichtsreiche Trades aus unseren Depots verweigert.

Ich werde dann oft gefragt, ob es keine alternativen Empfehlungen gibt. Doch ich möchte Ihnen mit der neuen Strategie im Extra-Depot bewusst eine Alternative zur Strategie im Millionen-Depot geben. Open-End Knock-Outs haben einen ganz anderen Charakter als Faktorzertifikate oder klassische Optionsscheine. Sie haben kaum Zeitwertverlust und kein Laufzeitende. Sie können einfach im Depot liegen und wachsen, solange ein Aufwärtstrend gültig ist. Sie sind das perfekte Anlageinstrument für leicht gehebelte Trendfolge-Investments. Einen Knock-Out einfach durch eine andere Anlageform zu ersetzen, würde einen kompletten Strategiewechsel bedeuten und ist nicht möglich. Deshalb gibt es für diese Problematik weiterhin keine andere Lösung, als Ihnen einen Brokerwechsel oder zumindest ein Zusatzdepot bei einem weiteren Broker zu empfehlen.

Ich selbst führe meine Echtgeld-Depots bei der ING Diba und der Flatex. Bei beiden kann diese Wertpapiergattung schon seit Langem wieder problemlos gehandelt werden. Letztere sticht auch durch besonders günstige Gebühren hervor. Bei der Flatex können Sie Morgan Stanley Derivate ab 500 Euro Volumen kostenlos handeln, Goldman Sachs Derivate für 1,90 Euro sowie Scheine der BNP, Deutschen Bank, HVB und Vontobel für 3,90 Euro (ab einem Volumen von 1.000 Euro). In allen anderen Fällen werden pauschal 5,90 Euro pro Trade im Direkthandel fällig. Meines Wissens nach macht außerdem die Onvista Bank keine Probleme mehr beim Handel von Knock-Outs. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Handel von Knock-Outs bei Ihrem Broker gemacht? Wo geht es noch problemlos, die Papiere zu ordern? Schicken Sie mir gerne dazu eine kurze Nachricht oder hinterlassen Sie unten einen Kommentar, damit ich die Information an andere Leser weitergeben kann.

Die Eröffnung eines Zweitdepots dauert heutzutage nicht viel länger als eine Viertelstunde. Sie müssen dazu nicht einmal mehr zur Post gehen, um Ihre Identifikation durchzuführen. Denn neben dem Postident gibt es inzwischen auch Videolegitimation. Danach ist Ihr Depot innerhalb weniger Tage eröffnet. So eröffnen Sie sich mit minimalem Aufwand die Chance, alle Knock-Outs handeln zu können und Ihrem Portfolio eine weitere Strategie hinzuzufügen.

Wenn Sie das nicht wollen, dann konzentrieren Sie sich bitte auf die beiden anderen Depots. Beide bieten Ihnen ebenfalls hervorragende Empfehlungen und sind von der Problematik nicht betroffen. Wie der Name schon sagt: Das Extra-Depot enthält lediglich zusätzliche Trades als Ergänzung zur aggressiven Strategie. Auf dem Weg zur Million spielen sie keine Rolle.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

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Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.