Wochenanalyse Trendfolge

Warum Sie vor Quartalsergebnissen keine Angst haben müssen

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In der Berichtssaison spielen die Kurse einzelner Unternehmen oft verrückt. Selbst wenn der Gesamtmarkt sich überhaupt nicht bewegt, kann es passieren, dass eine Aktie um 5-10 % nach unten schießt, während eine andere die gleiche Strecke nach oben zurücklegt.

Dabei ist es völlig unmöglich, die Reaktion der Anleger auf die Ergebnisse eines Unternehmens im Voraus abzuschätzen. Denn die Quartalsergebnisse sind nicht nur eine Zahl. Hier wird weit mehr als der Gewinn des abgelaufenen Quartals vermeldet. Noch wichtiger für die Anleger ist der Ausblick des Unternehmens in die Zukunft. Denn die wird an der Börse bekanntlich gehandelt. Die Vergangenheit interessiert da fast schon nicht mehr.

Wenn Sie eine Schlagzeile lesen wie „Unternehmen XXX vermeldet Rekordgewinn“ bedeutet das keineswegs automatisch ein neues Rekordhoch bei der Aktie. Vielleicht ist der Gewinn auf ein neues Rekordhoch gewachsen, aber die Analysten hatten im Vorfeld noch mehr erwartet. Vielleicht ist das vergangene Quartal gut gelaufen, aber der Ausblick auf das Gesamtjahr musste nach unten korrigiert werden. Vielleicht wurden die Analystenschätzungen sogar übertroffen, aber eben nur ein bisschen. Gerade bei Aktien, die zuletzt stark gelaufen sind, sollte das Ergebnis schon deutlich über den Erwartungen liegen, damit die Kurse nochmals befeuert werden.

Aufgrund dieser vielen Unwägbarkeiten ist die Berichtssaison keine Spielwiese für kurzfristige Trader. Wer seine Positionen nur wenige Tage hält, spekuliert regelmäßig auf einen Zuwachs von einigen Prozenten und nimmt den Gewinn dann schnell mit. Eine solche Position ausgerechnet über die Veröffentlichung der Quartalszahlen hinweg zu halten, wäre nicht viel anders als sein Geld auf schwarz oder rot beim Roulette zu setzen.

Anders sieht es bei langfristig orientierten Investoren aus, wie wir es sind. Wir wollen den Aufwärtstrend eines Mega-Trendfolgers über viele Monate hinweg begleiten. Da macht es wenig Sinn, wenn Sie eine Aktie nur wegen des anstehenden Quartalsberichts verkaufen.

Das gilt genauso für Optionsscheine, allerdings nur unter zwei Bedingungen: Der Optionsschein hat eine lange Restlaufzeit und soll noch mehrere Monate lang im Depot bleiben. Und Sie haben eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Scheinen im Depot.

Bei aktuell 12 Derivaten im Millionen- und Extra-Depot wäre es schon sehr unwahrscheinlich, dass fast alle Unternehmen schlechte Zahlen vermelden. Immerhin investieren wir nur in die stärksten Basiswerte, die ein hohes Wachstumspotenzial haben und mit ihren Quartalsberichten oft positiv überraschen.

Eines vermeiden wir jedoch: Wir steigen nicht ein oder zwei Tage vor den Quartalszahlen neu in einen Optionsschein ein. Dann könnten wir bei einer negativen Reaktion auf den Quartalsbericht direkt einen schlechten Start erwischen.

Quartalszahlen werden fast immer außerhalb der Börsenzeiten veröffentlicht. Die Aktie eröffnet deshalb gerne mit einer Kurslücke nach oben oder unten – je nachdem wie die Zahlen aufgenommen wurden.

Gerade bei starken Wachstumsaktien wie unseren Mega-Trendfolgern kann es sein, dass eine Lücke nach oben nie mehr geschlossen wird und die Aktie einfach weiterwächst. Es kann aber auch vorkommen, dass die Aktie nach einem kurzen Anstieg ermüdet und dann Gewinne mitgenommen werden.

Eine Lücke nach unten kann dagegen als willkommene Kaufgelegenheit angesehen werden. Das gilt erst recht, wenn die Reaktionen der Anleger übertrieben ausfallen und es einen heftigen Abschlag gibt, obwohl die Zahlen gar nicht so schlecht waren. Oft haben unsere starken Mega-Trendfolger das Potenzial, einen solchen Rückschlag in wenigen Wochen wieder aufzuholen.

All das hängt natürlich von vielen Faktoren ab, wie dem Marktumfeld, der Bewertung des Unternehmens oder der Dynamik, mit der es in der letzten Zeit gewachsen ist. Hier gilt es, die Charts aufmerksam zu analysieren. Eine Arbeit, die ich gerne für Sie übernehme.

Es kann gut sein, dass auch wir bei einem Trendfolger, der besonders gute Gewinne vermeldet, den Wertzuwachs eines Optionsscheins lieber eintüten und anschließend auf die nächste Kaufgelegenheit warten.

Fazit: Meiden Sie die Berichtssaison, falls Sie kurzfristige Aktienanlagen haben, die Sie nur wenige Tage im Depot halten wollen. Haben Sie jedoch keine Angst vor dem Veröffentlichungstermin Ihrer Unternehmen, wenn es sich um langfristige Positionen handelt, die Sie noch viele Monate im Depot halten wollen (wie unsere Optionsscheine) oder sogar viele Jahre (wie unsere Aktien).

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.