Wochenanalyse Trendfolge

Mit diesen Frühindikatoren schützen Sie Ihr Depot vor Bärenmärkten

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Unsere Depots sind immer kurz- bis mittelfristigen Schwankungen ausgesetzt. Das gilt besonders für das Millionen-Depot, das mit einem aggressiven Hebel ausgestattet ist. Doch unsere Positionen laufen größtenteils bis Ende 2019 und einen Knock Out gibt es bei klassischen Optionsscheinen nicht. Die einzige Frage ist also: Trauen Sie den Trendfolgern aus dem Depot zu, in den nächsten 18 Monaten ordentlich zuzulegen? Solange diese Frage bejaht werden kann, gibt es keinen Grund für hektische Verkäufe.

Es gibt jedoch eine Situation, in der wir anderes reagieren müssen: Wenn die Börse in einen mehrjährigen Bärenmarkt schlittert, können und wollen wir Rückgänge nicht mehr aussitzen. Denken Sie an die Finanzkrise oder die Börsenkrise nach dem Platzen der Dotcom-Blase: Damals verloren selbst die stärksten Trendfolgeaktien 50 % und mehr. Deshalb ist es wichtig, in solchen Phasen die Strategie komplett umzustellen. Bis zu 100 % Cash sind dann erlaubt. Auch Short-Positionen werden unser Millionen-Depot dann weiterbringen.

Wie erkennen wir solche problematischen Zeiten rechtzeitig?

Zum einen reagieren unsere Depots dann vollautomatisch. Verlässt ein Trendfolger seinen Aufwärtstrend, dann verkaufen wir ihn. Da in Bärenmärkten alle Positionen früher oder später ihren Aufwärtstrend beenden, leeren sich die Depots dann immer mehr.

Für das aggressiv gehebelte Millionen-Depot ist es aber sinnvoll, sich noch früher auf einen Bärenmarkt einzustellen. Deshalb beobachte ich für Sie wichtige Frühindikatoren für Rezessionen in der realen Wirtschaft.

Hierzu möchte ich Ihnen einen schönen Vergleich von André Kostolany näherbringen: Er verglich das Verhältnis zwischen realer Wirtschaft und Börse mit einem Herrchen, das mit seinem Hund spazieren geht. Dabei ist die Wirtschaft das Herrchen und die Börse der Hund an der Leine.

Solange die Wirtschaft wächst, geht das Herrchen vorwärts. Dabei hat der Hund einen gewissen Spielraum. Mal rennt er dem Herrchen voraus, mal bleibt er stehen oder geht ein paar Schritte zurück, um an etwas zu schnuppern und ist hinter seinem Herrchen. Doch früher oder später wird das immer weiter voranschreitende Herrchen den Hund an der Leine wieder mit nach vorne ziehen.

Genauso ist es mit den Märkten: Wir haben jetzt schon seit fast 10 Jahren eine stabil wachsende Weltwirtschaft. In dieser Zeit haben wir Phasen boomender Börsen und Phasen von Stagnation gesehen. Beispielsweise gab es von Frühjahr 2015 bis Herbst 2016 trotz wachsender Wirtschaft keine großen Kursgewinne in den wichtigsten Indizes. Doch irgendwann starten die Märkte durch und laufen schnell nach oben, bis sie überhitzt sind. Dann ist der Hund wieder einmal zu weit nach vorne gelaufen, und die Leine zieht ihn ein Stück zurück. In einer solchen Phase stecken wir gerade wieder.

Dieser Zusammenhang ist höchst einfach und logisch. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass viele Anleger und selbst Analysten ihn manchmal völlig ignorieren: Solange die Wirtschaft wächst, werden die Börsen mitwachsen. Erst eine Rezession führt zu mehrjährigen Bärenmärkten. Denn wenn die Wirtschaft schrumpft, läuft das Herrchen nicht mehr vorwärts, sondern rückwärts. Dann hat auch der Hund keine andere Wahl, als die Richtung zu ändern.

Die letzten Rezessionsphasen in den USA, also Zeiten schrumpfender Wirtschaft, gab es von März bis November 2001 und von Dezember 2007 bis Juni 2009. Natürlich fallen die Bärenmärkte an der Börse nicht exakt auf die gleichen Zeiträume. Börsen reagieren schon im Vorfeld auf solche Veränderungen. Aber sie fielen um diese Zeiten herum. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase sahen wir Kursrückgänge vom Herbst 2000 bis zum Frühjahr 2003. In der Finanzkrise war es von Herbst 2007 bis Frühjahr 2009. Frühindikatoren für Rezessionen helfen also, uns gegen heftige Krisen zu wappnen. Denn eine schrumpfende Wirtschaft kommt nicht von heute auf morgen, sondern kündigt sich im Voraus an.

Aktuell beobachte ich 3 solcher Frühindikatoren für Sie:

  • Die Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen und 2-jährigen Staatsanleihen in den USA
  • Den Conference Board Leading Economy Index (LEI)
  • Meinen geheimen dritten Indikator, der mir Klarheit gibt, wenn die anderen beiden Indikatoren widersprüchlich sind

Alle 3 Indikatoren in Kombination geben mir eine Vorstellung davon, ob wir es in der nächsten Zeit mit einem Bärenmarkt zu tun bekommen könnten oder nicht. Normalerweise geben sie ihre Warnsignale schon Monate, bevor die Märkte anfangen zu fallen. Dann können wir langsam und behutsam Maßnahmen anwenden, die das Risiko reduzieren. Wir können Cash aufbauen, Gewinne mitnehmen, Positionen verkleinern.

Ich werde Ihnen in den nächsten Ausgaben die Zinsdifferenz und den LEI-Indikator näher erläutern. Eines kann ich Ihnen vorab versichern: Für die USA geben beide Indikatoren derzeit grünes Licht für weiteres Wirtschaftswachstum. Das Herrchen schreitet also weiter voran. Und der Hund wird folgen.

Trump legt nach und schockt die Märkte

Am Montag legte Trump im Handelskrieg mit China noch einmal nach: Er möchte die Beteiligung chinesischer Investoren an US-Unternehmen begrenzen und bestimmte Produkte gar nicht mehr nach China verkaufen und lizensieren. Genau das hatte ich Ihnen prophezeit. Letzte Woche schrieb ich Ihnen: „Umgekehrt könnte jedoch auch Trump chinesischen Unternehmen Übernahmen in den USA erschweren.“

Dieser Handelskrieg wird dann zu einem echten Problem für die Börsen, wenn er das Wirtschaftswachstum dauerhaft bremst und die Welt oder wichtige Industrienationen in eine Rezession führt. Dann schreitet das Herrchen nicht mehr (oder langsamer) vorwärts.

Doch daran kann Trump nicht das geringste Interesse haben. Eine weltweite Rezession würde auch die USA jahrelang schwer belasten und Trump mit hoher Wahrscheinlichkeit die Wiederwahl kosten. Wie ich Ihnen schon vor einer Woche geschrieben hatte: Trump möchte letztendlich nur den bestmöglichen Deal für die USA mit einem besseren Marktzugang für US-Firmen zum chinesischen Markt. Um dafür die beste Verhandlungsposition zu erreichen, fährt er jetzt die schwerstmöglichen Geschütze auf.

Obwohl dieser Schritt absehbar war, reagierten die Börsen am Montag geschockt und gaben kräftig nach. Doch erreicht Trump sein Ziel und die Parteien einigen sich auf einen vernünftigen Deal, könnten wir am Ende auch weltweit weniger Handelsbeschränkungen und eine Phase blühender Weltwirtschaft bekommen. Dann würde das Herrchen seinen Schritt beschleunigen, und die Börsen könnten eine beispiellose Rallye starten.

Noch sind also beide Szenarien vollkommen intakt, die ich Ihnen letzte Woche skizziert hatte. Im Moment können wir nichts tun als abzuwarten, in welche dieser beiden Richtungen sich der Handelskrieg weiterentwickelt. Für unsere langfristigen Positionen gibt es derzeit unabhängig von den momentanen Schwankungen noch keinen Handlungsbedarf.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

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