Wochenanalyse Trendfolge

Endlich! Die Märkte schenken uns eine Korrektur – so geht es weiter

Ein bisschen erinnert mich die momentane Phase an den letzten Herbst. Auch damals mühte unser Millionen-Depot sich ab und wollte einfach nicht steigen. Der Tiefpunkt war am 4.11.2016 erreicht. Damals lagen wir 20 % im Minus. 4 Monate nach dem Start von Lehne’s MegaTrends waren von unserem Startkapital von 10.000 Euro nur noch 8.000 Euro übrig. Ich kann verstehen, wenn bei Ihnen da erste Zweifel an der Trendfolge-Strategie aufkamen.

Doch dann begann die „Trump-Rallye“ und das Depot erreichte bis Weihnachten einen Stand von etwa 11.400 Euro zu. Das war ein Schub von gut 42 % in nur 6 Wochen. Auch danach entwickelte sich das Depot Schritt für Schritt weiter auf über 13.000 Euro.

Jetzt also wieder ein Schritt zurück. Das schockt mich nicht. Auch solche Phasen gehören zu einem Börsenzyklus dazu.

Welche Möglichkeiten gibt es für ein Optionsschein-Depot zu Beginn einer Korrektur?

Grundsätzlich gibt es in der Trendfolge verschiedene Strategien, mit einer sich abzeichnenden Korrektur umzugehen.

Eine mögliche Strategie ist, solche Korrekturen einfach voll investiert auszusitzen. Das ist zumindest dann legitim, wenn die Optionsscheine im Depot noch eine sehr lange Restlaufzeit haben. Es funktioniert, wenn eine Korrektur nur wenige Wochen oder Monate dauert. Man geht dann einfach davon aus, dass die Zeit lang genug und die Aktien stark genug sind, um alle Kursrückgänge wieder wettzumachen.

Das Problem bei der Sache ist, dass Ihnen eine solche Strategie viel Durchhaltevermögen abverlangt. Bis die Korrektur abgeschlossen ist, verliert ein voll investiertes Optionsschein-Depot oftmals um die 50 %. Dann muss es sich schon verdoppeln, um den alten Stand wieder zu erreichen.

Ich weiß, dass solche Rückschläge für die meisten Investoren schwer auszuhalten sind. Deswegen habe ich mich entschlossen, Ihnen im Rahmen von Lehne’s MegaTrends eine andere Möglichkeit anzubieten. Wenn Sie schon vor dem Start von Lehne’s MegaTrends im Jahr 2015 dabei waren, wissen Sie, dass wir beispielsweise während der schwierigen Börsenphase Ende 2015/Anfang 2016 noch wesentlich aggressiver agiert und in der Korrektur mehr Positionen behalten haben. Damals mussten wir auch mit deutlich größeren Schwankungen zurechtkommen. Mittlerweile habe ich die Strategie so modifiziert, dass sie Ihre Nerven besser schont. Deshalb haben wir frühzeitig, schon am Anfang einer möglichen Korrektur, einen hohen Cashanteil aufgebaut.

Es darum, Ihnen je nach Marktphase eine ausgewogene Mischung aus drei Komponenten anzubieten:

  • Calls, die von steigenden Kursen profitieren
  • Absicherungen, die fallende Kurse abfedern
  • Cashbestand

Natürlich müssen Sie sich von dem Gedanken verabschieden, dass es möglich wäre, die Umschichtungen zwischen den Komponenten zum perfekten Zeitpunkt vorzunehmen.

Am Höhepunkt alle Calls in Cashbestand umschichten – so etwas kann kein Aktienanalyst. Dazu bräuchte es einen Hellseher.

Wir passen die Quoten deshalb schrittweise an. Bei den ersten Korrekturanzeichen haben wir Stopps gesetzt. Wir haben uns die Gewinne aus Infineon, Amazon, Alphabet und Priceline gesichert. Abgesehen von Priceline stehen heute übrigens alle Scheine niedriger. Wir haben durch die Stopps also wertvolles Kapital geschützt. Später haben wir die Investitionsquote weiter reduziert und den Gewinn auf UnitedHealth noch mitgenommen. Gestern mussten wir dann auch Positionen mit Verlust verkaufen. Das lässt sich nicht vermeiden.

Letztendlich kostet eine solche Umschichtungsphase bei Optionsscheinen immer zwischen 20 und 30 % Performance. Auf Schwankungen in dieser Größenordnung müssen Sie sich auf unserem gemeinsamen Weg zur Million einstellen. Wir werden sie noch öfter erleben.

Schade ist, dass wir gerade erst bei 30 % angelangt waren und somit diesmal einen großen Teil des Gewinns wieder hergeben mussten. Doch wir können es uns nicht aussuchen, wann gute und wann schlechte Zeiten kommen. Wenn das Depot erst einmal bei 100 % steht und Sie 20 % abgeben müssen, dann bleiben Ihnen immerhin noch 80 % als Basis für den nächsten Schub.

Es ist absolut nicht ungewöhnlich, wenn ein Trendfolge-Depot mehrere Anläufe braucht, bis es auf das nächste Level kommt und die erste Verdopplung erreicht. Ich erlebe das nicht zum ersten Mal. Vielleicht bringt der nächste Trendschub das Depot auf ein Niveau, von dem es nicht mehr zurückkommt. Vielleicht ist es erst der übernächste.

Die Entwicklung des Depots auf dem Weg zur Million ist nicht linear. Sie entspricht eher einem heftigen Zick-Zack-Kurs.

Fazit

Es ist nie schön, wenn ein Depot deutlich abgibt und man die Gewinne dahinschmelzen sieht. Auch ich ärgere mich darüber, das können Sie mir glauben! Doch ich weiß auch, dass es keine Alternative dazu gibt. Wenn Sie mit einem überschaubaren Anfangskapital Millionär werden wollen, müssen Sie spekulieren. Nur durch Spekulation mit stark gehebelten Derivaten sind Wertsteigerungen möglich, die eine Verhundertfachung des Einsatzes in 10 Jahren ermöglichen.

Wenn Sie mit solchen Papieren arbeiten, müssen Sie sich jedoch auch bewusst sein, dass das nicht ohne Schwankungen geht. In der Strategie, die ich Ihnen hier anbiete, sind solche Schwankungen bereits stark geglättet. Trotzdem sind Korrekturen im Bereich von 20-30 % normal.

Tun Sie sich jedoch einen Gefallen: Falls sie über einen Ausstieg aus der Strategie nachdenken, weil Ihnen die Schwankungen doch zu groß ist, dann machen Sie es nicht jetzt, nach einem Rückgang, sondern nach dem nächsten Aufwärtsschub!

Denn nach jeder Korrektur kommt die beste Phase. Eine Phase, die das Depot auf einen neuen Höchststand bringt und uns auf dem Weg zur Million einen Schritt weiter! So gesehen ist eine Korrektur immer auch ein Geschenk. Sie gibt uns die Möglichkeit, die Depots zu bereinigen, umzustrukturieren und fit für den nächsten Trendschub zu machen!

Marktanalyse

Wir sehen momentan eine grundlegend andere Situation als während der monatelangen Rallye der letzten Monate. In der Vergangenheit wurde jede Schwäche am Markt sofort gekauft und die Märkte stiegen bald wieder. Jetzt ist es umgekehrt: Sobald ein Index Stärke zeigt, wird er wieder abverkauft. So versuchte der DAX insgesamt vier Mal über das Mai-Hoch auszubrechen. Alle vier Versuche misslangen und mündeten letztendlich in einen Abwärtsschub.

Chart von ProRealTime. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Durch den Rückschlag unter die Tiefs vom Mai ist aus technischer Sicht der Aufwärtstrend des DAX vorerst beendet. Ein mögliches Kursziel ist jetzt das Schließen der Kurslücke vom April bei 12.160 Punkte, die Unterseite des Trendkanals bei etwa 11.500 Punkten oder die 200-Tage-Linie bei knapp 11.700 Punkten (hier im Wochenchart sehen Sie die leicht abweichende 40-Wochen-Linie).

In den USA präsentiert sich besonders der Nasdaq 100 sehr angeschlagen. Dieser hat am Montag neue Tiefstände ausgebildet. Viele Einzelwerte sehen charttechnisch verheerend aus. Das war der Grund für mich, gestern die Notbremse zu ziehen und die Technologie-Werte zu verkaufen.

Saisonal gesehen bilden die Märkte gerne im Juli noch ein neues Hoch, bevor sie dann in den schwächsten Monaten von August bis Oktober stark korrigieren. Auch die Gefahr eines Doppel-Tops besteht, wenn die Märkte noch einmal zulegen.

Aus technischer Sicht wäre es deshalb perfekt, wenn es jetzt kurzfristig nicht mehr zu steigenden Kursen kommt, sondern diese Korrektur sich bald fortsetzt. Dann entsteht eine kurze, kräftige Marktbereinigung, nach der es schnell wieder aufwärtsgehen kann.

Sie sehen also: Die Lage ist ein wenig unübersichtlich und bei weitem nicht mehr so klar wie in den letzten Monaten, als es stetig nach oben ging.

An der Börse können wir immer nur mit Wahrscheinlichkeiten rechnen. Wenn ich alle Faktoren zusammenzähle, halte ich die Wahrscheinlichkeit für sehr hoch, dass es entweder sofort oder nach einer kurzen Gegenbewegung zu weiteren Kursabschlägen kommt.

Deswegen fühle ich mich mit der hohen Cashquote und dem VIX-Call als Trumpf in der Hinterhand momentan sehr wohl, auch wenn die Umstrukturierung nicht spurlos am Depot vorübergegangen ist.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

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Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.