Wochenanalyse Trendfolge

Innerer Wert von Optionsscheinen

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Der innere Wert eines Optionsscheins ist eine von zwei Komponenten, die den aktuellen Preis des Optionsscheins bestimmen. Die andere Komponente, den Zeitwert, betrachten wir in einer der folgenden Wochen noch näher. Ich habe es schon oft gesagt und möchte es noch einmal betonen, weil es heute ein bisschen mathematisch wird: Wenn Sie sich mit der Thematik nicht näher befassen möchten, dann überspringen Sie den folgenden Abschnitt einfach. Für die reine Nachbildung des Depots auf dem Weg zur Million ist er nicht relevant.

Wie berechnet sich der innere Wert eines Optionsscheins?

Die Berechnung des inneren Werts eines Optionsscheins ist im Gegensatz zum Zeitwert sehr einfach und eindeutig zu bestimmen. Der innere Wert entspricht dem Betrag, den Sie bekommen würden, wenn der Optionsschein jetzt fällig wäre und abgerechnet würde. Es ist der aktuelle Aktienkurs des Basiswerts abzüglich Basispreis. Hat der Optionsschein ein von 1 abweichendes Bezugsverhältnis, dann müssen Sie den so ermittelten Wert noch mit dem Bezugsverhältnis multiplizieren. Bei ausländischen Aktien fällt schließlich noch die Währungsumrechnung an.

Ein konkretes Beispiel aus unserem Depot: Unser gestern verkaufter Nike-Schein hatte einen Basispreis von $52,50 und ein Bezugsverhältnis von 0,2. Wenn die Nike-Aktie bei $60 steht, dann beträgt der innere Wert ($60-$52,50)*0,2=$1,50, das entspricht aktuell ca. 1,33€. Diesen Wert würden Sie pro Optionsschein gutgeschrieben bekommen, wenn Sie ihn bis zum Verfallstag am 16.6.2016 im Depot halten, die Nike-Aktie dann bei $60 steht und der Euro-Dollar-Kurs unverändert bleibt.

Weitere Beispiele für den inneren Wert eines Optionsscheins

Schauen wir uns ein weiteres Beispiel an, das auch sehr schön verdeutlicht, wodurch der Hebel eines Optionsscheins eigentlich zustande kommt. Der Einfachheit halber nehmen wir diesmal eine in Euro notierte Aktie, wie z.B. einen Henkel-Optionsschein mit Basis 90€ und einem Bezugsverhältnis von 1. Dies macht unsere Rechnung sehr einfach, denn Sie bekommen immer genau die Differenz zwischen dem Aktienkurs am Verfallstag und dem Basispreis.

1.) Steht die Henkel-Aktie am Abrechnungstag bei 91€, dann bekommen Sie 1€ gutgeschrieben

2.) Steht die Henkel-Aktie am Abrechnungstag  bei 100€, dann bekommen Sie 10€ gutgeschrieben

3.) Steht die Henkel-Aktie am Abrechnungstag bei 110€, dann bekommen Sie 20€ gutgeschrieben.

Und natürlich:

4.) Steht die Aktie am Abrechnungstag bei 90,00€ oder darunter, dann verfällt der Optionsschein wertlos.

Auch wenn wir einen Optionsschein nie bis Laufzeitende im Depot halten werden, sondern ihn immer schon früher in einen neuen Schein rollen, ist offensichtlich, dass durch diese großen Unterschiede am Verfallstag ein Hebel auch schon während der Laufzeit des Optionsscheins entstehen muss. Im Fall 2 steht die Aktie nur etwa 10% höher als im Fall 1, dennoch ist der Optionsschein am Ende das 10-fache wert! Auch im dritten Fall gibt es nur eine 10%-ige Steigerung im Vergleich zum zweiten Fall. Dennoch ist der innere Wert des Optionsscheins doppelt so hoch.

Was wir noch daraus lernen: Der Hebel muss sich ständig verändern, je nachdem wo der Aktienkurs steht. Denn in einem Fall führt ein 10% höherer Aktienkurs zu einer Verzehnfachung des Scheins, im anderen Fall nur noch zu einer Verdopplung.

Wann verfällt ein Optionsschein wertlos?

Einige Abonnenten haben mir die Frage gestellt, wann ein Optionsschein denn wertlos verfällt. Anhand dieser Beispiele ist dies einfach zu beantworten: Immer dann, wenn der Aktienkurs am Verfallstag gleich oder kleiner dem Basispreis ist. Im Gegensatz zu Knock Outs haben klassische Optionsscheine die schöne Eigenschaft, dass sie vor dem Fälligkeitstemin nie wertlos verfallen können. Selbst wenn der Preis der Henkel-Aktie morgen auf theoretische 1€ fallen würde und sich bis zum Abrechnungstermin wieder auf 100€ erholt, bekommen Sie immer noch die gleichen 10€ gutgeschrieben, während ein Knock Out längst wertlos verfallen wäre.

Klar ist jedoch, dass Sie keinen vernünftigen Preis mehr für einen Optionsschein erzielen können, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts zu weit unterhalb des Basispreises notiert. Dies ist der Grund, warum wir frühzeitig die Notbremse ziehen und einen Optionsschein auf einen Trendfolger schon relativ früh verkaufen, sobald er seinen Aufwärtstrendkanal verlässt.

Ein Beispiel: Die Volkswagen Vorzugsaktie stand vor dem Abgasskandal bei ca. 260€ im Höchststand. Hätten Sie in der Erwartung auf steigende Kurse damals einen Optionsschein mit Basis 300€ und Laufzeit Dezember 2016 gekauft, dann wird für diesen Schein vom Emittenten nur noch ein Rücknahmekurs von 0,001€ gestellt. Denn aktuell notiert die Aktie bei ca. 100€ und es wäre aus heutiger Sicht einfach zu utopisch, dass dieser Schein noch ins Geld kommt, also am Verfallstermin noch einen Erlös erzielt. Dennoch: Als Zockerposition könnte dieser Schein in Ihrem Depot verbleiben und falls Volkswagen Vz. wider Erwarten im Dezember oberhalb von 300€ notiert, würde der Optionsschein nicht wertlos verfallen.

Im Geld, am Geld, aus dem Geld

Manchmal hören Sie im Zusammenhang mit Optionsscheinen die Ausdrücke im Geld, am Geld und aus dem Geld. Diese sind sehr einfach zu interpretieren: Ein Optionsschein ist im Geld, wenn der Aktienkurs über dem Basispreis liegt, der innere Wert eines Optionsscheins also positiv ist. Er ist am Geld, wenn der innere Wert in etwa gleich Null ist, Aktienkurs und Basispreis also identisch sind. Und er ist aus dem Geld, wenn der Aktienkurs aktuell noch unterhalb des Basispreises liegt.

Immer dann, wenn ein Optionsschein nicht im Geld ist, besteht der Preis des Optionsscheins ausschließlich aus Zeitwert. Sie bezahlen also für die Chance, dass der Optionsschein durch Kurssteigerungen am Abrechnungstag einen Erlös erzielt. Und das ist bei unseren Trendfolgern, die ja immer wieder neue Höchstständ ausbilden, auch sehr wahrscheinlich, wenn der Optionsschein von Basispreis und Laufzeit her richtig ausgewält ist.

Hier können Sie weitere Infos lesen, wie Sie passende Optionsscheine finden.

Marktanalyse

Der DAX hat diese Woche noch einmal deutlich abgegeben. Im Tief notierte der wichtigste deutsche Index gestern schon unter 8800 Punkten und damit noch einmal satte 500 Punkte unter dem Wochenstart am Montag. Aktuell läuft die Gegenbewegung und die 9000-Punkte-Markte wurde vorläufig zurück erobert. Dennoch muss man es ganz deutlich sagen: Das Chartbild des DAX sieht jetzt furchtbar aus und die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch einmal deutlich niedrigere Kurse sehen, ist wesentlich höher als die Wahrscheinlichkeit für langfristig steigende Kurse. Die nächsten mittelfristigen Kursziele liegen bei ca. 8350 Punkten, dem Tief vom Oktober 2014, und natürlich beim Allzeithoch von 2000 und 2007 im Bereich von etwa 8100 Punkten. Ungewöhnlich wäre es nicht, dass ein so wichtiges Hoch, mit dem der DAX immerhin mehr als 12 Jahre gekämpft hat, noch einmal von oben getestet wird.

Die US-Märkte sehen nicht ganz so schlimm aus: Sie bewegen sich noch im Bereich der Tiefs von August und Januar und haben diese noch nicht nachhaltig unterschritten. Wieder einmal warten alle Marktteilnehmer gespannt auf die US-Notenbanksitzung vom heutigen Abend.

Analyse Trendfolger Home Depot

Chart von Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.
Chart von Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH.

Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Es gibt immer wieder Trendfolger, die sich dem Markt widersetzen können und Home Depot ist einer der Werte, bei denen die Schwankungen noch absolut im normalen Bereich liegen. Trotz der jüngsten Kursverluste, die durchaus heftig waren, befindet sich der Trendfolger noch im Trendkanal. Wenn die Märkte sich stabilisieren, kann es durchaus relativ schnell wieder bis an die Obergrenze des Kanals gehen.

Vermögensaufbau-Depot

Informationen zu diesem Depot

Vorgestern schrieb mir ein Interessent: „Trendfolgesysteme werden seit Jahren von vielen
Anbietern mit großen Versprechungen beworben. Wenn man nach ein paar Jahren nachprüft, ist
von den Versprechungen nicht viel übriggeblieben.“ Nun, ich bin der Meinung, ganz richtig ist das nicht. Ich kann leider keine Statistik über 10 Jahre vorweisen, weil ich in dieser Zeit nur privat und nicht öffentlich tätig war. Aber der älteste deutsche Anbieter eines öffentlichen Trendfolgedepots vertreibt seinen Börsendienst seit 2005 und hatte im Jahr 2015 einen zwischenzeitlichen Depotstand von ca. 2.000.000€. Dieser Betrag entstand größtenteils aus einem Optionsschein-Depot, das 2005 mit 10.000€ gestartet war. Was erwartet dieser Interessent denn noch mehr? Die Wahrheit ist: 99% der ursprünglichen Abonnenten haben diesen Anstieg vermutlich nicht komplett mitgenommen, weil sie es nicht aushalten konnten, dass ein so stark gehebeltes Depot auch einmal 50% verlieren kann oder 2-3 Jahre nicht vorwärts kommt.

Meine Strategie unterscheidet sich vom genannten Depot vor allem dadurch, dass ich in Abwärtsphasen eines Trends, wie wir sie momentan erleben, das Kapital durch höhere Cashquoten und Puts beschütze, um für den nächsten Aufwärtsschub mehr zur Verfügung zu haben. Dennoch sind Schwankungen immer Teil der Strategie. Ohne sie würden wir die Million nicht erreichen, weil wir nicht aggressiv hebeln können, wenn Sicherheit an erster Stelle stehen soll.

Eine solche Phase erleben wir jetzt auch wieder. Von ursprünglich 9 Trendfolgern aus dem vergangenen Herbst sind nur noch 3 im Depot verblieben. Es ist ganz klar, dass wir einige davon auch mit Verlusten ausbuchen müssen. Wenn es wieder aufwärts geht, werden wir unser Depot frisch besetzten mit den stärksten Trendfolgern, die der Markt dann hergibt.

Und bis es so weit ist, kann der DAX gerne noch 1000 Punkte oder mehr verlieren. Unser Depot ist inzwischen weitgehend robust gegen Kursrückgänge und lieber steigen wir in einigen Monaten 2000 Punkte niedriger ein. Denn je weiter die Märkte noch korrigieren, desto lukrativer wird die Phase danach, das ist ja ganz klar.

Depotübersicht

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Wohlstandssicherungs-Depot

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Zusatzeinkommen-Depot

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Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.