Wochenanalyse Trendfolge

Implizite Volatilität (Wochenanalyse vom 30.3.2016)

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Vor einigen Wochen hatte ich an dieser Stelle über den Zeitwert von Optionsscheinen geschrieben. Der Zeitwert wird von einer Größe maßgeblich beeinflusst: Der impliziten Volatilität. Als Fortsetzung meiner kleinen Serie über Optionsscheine möchte ich heute auf diese implizite Volatilität eingehen. Weitergehende Informationen über die verschiedenen Eigenschaften und Kennzahlen von Optionsscheinen finden Sie in Kürze auch noch in meinem Gratis-Trendfolge-Kurs.

Für die Investition in Optionsscheine ist es nicht entscheidend, die implizite Volatilität bis ins letzte Detail zu verstehen. Deshalb möchte ich Ihnen heute lediglich die wichtigsten Grundzusammenhänge vermitteln. Wir erinnern uns: In meinem Artikel zum Zeitwert eines Optionsscheins hatte ich geschrieben, dass dieser im Wesentlichen von drei Faktoren abhängt, einer davon war die Volatilität des Basiswerts.

Dabei können wir zwei verschiedene Volatilitäten unterscheiden: Die historische Volatilität ist die Schwankungsbreite einer Aktie in der Vergangenheit. Sie kann aufgrund der vorhandenen Kursdaten eindeutig bestimmt werden. Die implizite Volatilität ist dagegen die erwartete Schwankungsbreite des Basiswerts über die Restlaufzeit eines Optionsscheins. Diese erwartete Volatilität wird vom Stillhalter bzw. Emittenten in den Preis des Optionsscheins mit einkalkuliert. Je höher die erwartete Volatilität, desto teurer ist der Optionsschein.

Der Grund dafür ist einfach: Emittenten bzw. Stillhalter können bei volatilen Aktien viel schwerer abschätzen, ob der Optionsschein bis zum Laufzeitende ins Geld kommt oder wertlos verfällt. Dies lassen sie sich von Ihnen in Form einer Risikoprämie bezahlen. Das erste, was wir im Hinterkopf behalten sollten, ist also: Wenn die implizite Volatilität eines Optionsscheins hoch ist, dann bezahlen wir für diesen Optionsschein einen höheren Zeitwert und die Aktie muss stärker steigen, damit wir einen Gewinn mit dem Optionsschein machen können.

Der zweite wichtige Punkt: Die implizite Volatilität kann heute anders ausfallen als z.B. vor einem Monat, obwohl der Aktienkurs des Basiswerts vielleicht wieder am gleichen Kursniveau steht. Wenn der Aktienkurs im vergangenen Monat Kapriolen geschlagen hat, die Aktie vielleicht um 50% gesunken ist, um dann wieder auf das Ausgangsniveau zu steigen, dann wird die implizite Volatilität ebenfalls gestiegen sein, denn letztendlich schreiben die Stillhalter die Erfahrungen aus der Vergangenheit in die Zukunft fort. Ist der Aktienkurs dagegen vielleicht einen Monat lang unter extrem geringen Schwankungen seitwärts gelaufen, mit viel geringeren Schwankungen als es für die Aktie normal ist, dann wird die implizite Volatilität gesunken sein und der Optionsschein somit an Wert verloren haben.

Für uns als Käufer von Optionsscheinen bedeutet das also: Sobald wir einen Optionsschein einmal halten, ist eine steigende Volatilität gut für uns und eine sinkende Volatilität schlecht. Dies ist der Grund, warum Sie keine Optionsscheine mit einer sehr hohen impliziten Volatilität kaufen sollten. Dann besteht immer die Gefahr, dass diese im Zeitablauf sinkt und Ihr Optionsschein nicht wie erhofft an der Wertentwicklung des Basiswerts teilnimmt.

Wo ist also die Grenze? Dies kann man so pauschal nicht sagen. Wenn eine Aktie dauerhaft schwankungsfreudig ist, hat sie bei positiver Entwicklung natürlich auch das größte Wertsteigerungspotential und Sie können eine höhere implizite Volatilität in Kauf nehmen, wenn Sie überzeugt sind, dass der Wert schnell steigen kann. Es ist deshalb immer eine Abwägungssache. Wenn ich Ihnen einen Optionsschein empfehle, machen ich mir stattdessen klar, wie weit eine Aktie steigen muss, um den aktuellen Zeitwert durch inneren Wert auszugleichen und wie schnell ich dies der Aktie zutraue. Dazu werde ich in einer der kommenden Wochen einige Beispiele mit Ihnen durchgehen.

Eines aber kann man sicher sagen: Wenn mehrere Optionsscheine zur Auswahl stehen, die ansonsten ähnliche Kennzahlen haben und sich in ihrer impliziten Volatilität unterscheiden, dann nehmen wir immer den Optionsschein mit der geringsten impliziten Volatilität!

Marktanalyse

Viel tut sich zur Zeit wirklich nicht an den Märkten. Der DAX kämpft immer noch mit der 10.000 Punkte-Marke und meine Ausführungen der Vorwoche gelten unverändert. Positiv wäre es, wenn der DAX die Tiefs der Vorwoche bei 9760 Punkten jetzt nicht mehr nachhaltig unterschreitet. Bei diesem Szenario wäre nach wie vor die Kurslücke zwischen 10.500 und 10.700 Punkten das nächste Ziel. Die amerikanischen Indizes verweilen dagegen in einem eher überkauften Zustand, daran hat auch die kurze Korrektur der Vorwoche nichts geändert. Hier ist mit einer etwas stärkeren und längeren Korrektur jederzeit zu rechnen. Positiv ist, dass die 200-Tage-Linie von allen wichtigen US-Indizes inzwischen zurück erobert wurde.

Analyse Trendfolger Church & Dwight

Trendfolger Church & Dwight
Chart von ProRealTime. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Church & Dwight haben wir im Februar aufgrund eines frischen Signals meines Trend-Identfikations-Systems Letri (grüner Pfeil) ins Aktiendepot zurück gekauft. Mit dem Überwinden des 2015er-Hochs (rote Linie) wurde die einjährige Seitwärtsbewegung verlassen und der Weg frei gemacht für neue Kurssteigerungen. Nach dem starken Februar-Anstieg konsolidierte der starke Trendfolger im März nun seitwärts, um Luft für den nächsten Schub nach oben zu holen. Dass diese Konsolidierung stets oberhalb des alten Hochs stattfindet, ist positiv zu werten. Schon bald kann es hier weiter aufwärts gehen. Dann ist mindestens mit dem Erreichen der $100-Marke zu rechnen.

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien, die ich Ihnen aktuell empfehlen kann. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie.
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Letri-Signale

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Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
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