Wochenanalyse Trendfolge

Stellen Sie sich nie gegen einen Trend – Sie werden es fast immer bereuen!

Ein Trend kann lange dauern. Sehr lange. Während dieser Zeit gibt es zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten. Das ist das Schöne an der Trendfolge: Solange ein Trend intakt ist, ist das Timing für den Einstieg gar nicht so entscheidend. Natürlich erzielen Sie den maximalen Erfolg, wenn Sie ein Trendfolge-Investment zum perfekten Zeitpunkt kaufen. Deswegen analysiere ich die Trendfolgecharts jeden Tag für Sie – obwohl bei unseren langfristigen Investitionen Tagesschwankungen kaum eine Bedeutung haben. Aber auch wenn Sie ein Trendfolgeinvestment zum falschen Zeitpunkt kaufen, landen Sie früher oder später im Gewinn. Die Voraussetzung dafür: Es ist gut ausgewählt und Sie haben das Durchhaltevermögen, vorübergehende Rückschläge auszuhalten.

Erinnern Sie sich den ASML-Chart, den ich Ihnen vor zwei Wochen hier vorgestellt hatte? Seit 2009 hätten Sie jedes Jahr zum 1.1. einsteigen können. Sie wären fast immer nach einem Jahr im Plus gewesen. Nur einmal hätte es etwas länger gedauert.

Es gibt immer wieder Anleger, die sich aus unerfindlichen Gründen gegen einen Trend stellen. Sie glauben, ein Trend wäre schon zu lange gelaufen und es wäre Zeit für Short-Positionen (Positionen, die von fallenden Kursen profitieren).

Doch sich gegen einen Trend zu stellen ist Besserwisserei, die viel Geld kosten kann. Solange es kein klares Zeichen für ein Ende des Trends in den Charts gibt, dürfen Sie nicht auf fallende Kurse setzen. Es gibt in der Trendfolge nur einen sinnvollen Zeitpunkt, short zu gehen: Wenn der Trend bricht und ein Abwärtstrend entsteht. Bis es soweit ist, nutzen Sie den Trend für sich. „The trend is your friend“ ist nicht umsonst ein viel gebrauchtes Börsensprichwort.

„Eine Aktie kann nicht immer weiter steigen“, heißt es oft. Und ein Stück weit stimmt es ja auch: Jeder Trendfolger muss auch einmal korrigieren, egal wie stark er ist. Oft geschieht das aber innerhalb des intakten Trends und nach der Korrektur geht es umso schneller wieder bergauf.

In meinen Analysen habe ich Trends auf unterschiedlichen Zeitebenen für Sie im Visier. Da ist einmal der übergeordnete Aufwärtstrend, der schon seit Jahren oder Jahrzehnten anhält. Dieser ist Voraussetzung dafür, dass eine Aktie überhaupt auf meine Watchlist darf (die komplette Liste können Sie übrigens im Kundenbereich abrufen).

Innerhalb dieses großen Megatrends analysiere ich für Sie mit Hilfe meines Letri-Systems, wann die Phasen kommen, in denen wir investieren dürfen und wann wir besser die Finger von einer Aktie lassen. Zeigt Letri rot, investieren wir normalerweise nicht. Zeigt Letri dagegen grün, ist die Aktie ein potenzieller Kauf und eine weitere Analyse wert.

In der nächsten Stufe schaue ich mir den kurzfristigen Trend der interessantesten Aktien für Sie an: Wo war das letzte markante Hoch und wo das letzte Tief? Wo sind Widerstände und Unterstützungen? Kann man einen Trendkanal einzeichnen? Wann kann man sagen, dass der kurzfristige Trend gebrochen ist? Wann ist die Aktie nach einem steilen Anstieg an einem Widerstand gelandet, an dem sie wahrscheinlich erst einmal konsolidiert? Und wo sind die Chartmarken, die gute Kaufgelegenheiten darstellen?

Je nach Depot haben solche Analysen dann unterschiedliche Konsequenzen. Im Rendite-Depot müssen wir eine Position nicht verkaufen, nur weil eine mehrwöchige Korrektur wahrscheinlich ist. Diese Positionen sind langfristig so stark, dass wir sie behalten und auf den nächsten Anstieg warten.

Anders sieht es im Millionen-Depot aus: Hier können Sie nach einem steilen Anstieg durchaus auch einmal Gewinne mitnehmen. Die nächste Korrektur kommt bestimmt, und dann kann selbst ein großes Plus in einem Optionsschein schnell wieder dahinschmelzen.

Eines ist aber eine goldene Regel: Wir stellen uns niemals gegen einen Trend! Ist eine Aktie in einem Abwärtstrend, dann ist sie kein Kauf. Erst wenn Letri uns anzeigt, dass der Abwärtstrend überwunden ist und ein neuer Aufwärtstrend geboren ist, kommt sie für eine Investition in Frage.

Umgekehrt gilt: Solange eine Aktie oder ein Markt trendstark ist, dürfen Sie sich nicht dagegen stellen. Suchen Sie stattdessen passende Einstiegsgelegenheiten, um die Aktie in ihrem Trend zu begleiten. Das ist beispielsweise ein Ausbruch bei einer Aktie, die schon länger konsolidiert oder ein Rücksetzer bei einer Aktie, die schon zu weit gelaufen war.

Einzige Ausnahme: In einem stark gehebelten Depot können auch in einem Aufwärtstrend kurzfristige Short-Positionen als Absicherung sinnvoll sein, wenn sich andeutet, dass die Märkte Überhitzungen abbauen. Mit solchen Gegenpositionen können wir vorübergehend in kritischen Marktphasen den Kursrückgang der anderen Positionen abfedern.

Als Leser von Lehne’s MegaTrends müssen Sie sich über solche Details natürlich keine Gedanken machen. Sie bekommen sofort eine Eilmeldung von mir, sobald es eine interessante Kaufgelegenheit in einem starken Trend gibt oder eine Absicherung nötig wird.

Marktanalyse

Als kleinen Bonus bekommen Sie heute eine ausführliche Marktanalyse von S&P 500 und DAX.

S&P 500

Chart von ProRealTime. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten. Stand: 13.2.2017

Das sieht schon sehr stark aus! Die grünen Kerzen im linken Drittel sind der erste Schub der Trump-Rally. Dieser dauerte vom 4.11.2016 bis 13.12.2016 und endete knapp unterhalb der 2.280 Punkte-Marke. Der Index hatte damit in nicht einmal 6 Wochen etwa 10 % zugelegt.

Normal wäre es, wenn es nach einem so starken Anstieg zu einem kräftigen Rücksetzer kommt. Dieser darf durchaus die Hälfte des vorherigen Anstiegs ausmachen, um den überhitzten Zustand abzubauen und Platz zu machen für den nächsten Schub.

Es gibt aber noch eine zweite Möglichkeit, Überhitzungen abzubauen: Anstatt kurz und kräftig nach unten kann es auch länger seitwärts gehen.

Genau das haben wir im S&P 500 gesehen. Der Index fiel mal ein paar Prozent nach unten, mal versuchte er nach oben auszubrechen. Am Ende landete er immer wieder im Bereich von 2.280 Punkten. In der vorigen Woche lagen vier von fünf Schlusskursen fast exakt auf dieser Marke.

Jetzt unternimmt der S&P 500 den nächsten Ausbruchsversuch nach oben: Konnte man den ersten Ausbruch Richtung 2.300 Punkte noch als Fehlsignal ansehen, scheint es diesmal zu Anschlusskäufen zu kommen. Seit dem Mittwoch vergangener Woche konnte der Index kontinuierlich zulegen. Ende letzter Woche bildete er neue Allzeithochs.

Sehen wir jetzt erst den Start des nächsten dynamischen Trendschubs? Oder ist es nur ein Strohfeuer, das als Fehlsignal endet und am Ende wieder abverkauft wird, weil die Märkte einfach schon zu hoch stehen?

Sie kennen meine Meinung zu solchen Fragen: Ich bin kein Hellseher und ich spekuliere nicht, in welche Richtung es gehen wird. Ich zeige Ihnen vielmehr Marken auf, auf die Sie jetzt achten müssen. Aktuell sind wir vor allem die 2.280 Punkte wichtig. Dort und knapp darüber liegt ein ganzes Bollwerk an Unterstützungen: Der Höchststand der Trump-Rallye, die kurzfristige Aufwärtstrendlinie (schwarze Gerade), die 20 Tage Linie (grün). Selbst die 50-Tage-Linie (blau) eilt von unten schon heran.

Achten Sie deshalb besonders auf diese Marke:

Solange der S&P 500 oberhalb der 2.300 Punkte bleibt, ist das Bild uneingeschränkt bullish! Doch selbst darunter würde noch nichts anbrennen. Eine Korrektur bis in den Bereich der roten Linie bei 2.280 Punkten wäre immer noch völlig normal.

 

Ein negatives Zeichen wäre es, wenn die die Marke bei 2.280 Punkten nachhaltig unterschritten wird. Damit wären mehrere wichtige Widerstände gebrochen und es könnte noch ein ganzes Stockwerk tiefer gehen.

DAX

Chart von ProRealTime. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten. Stand: 13.2.2017

Im DAX schauen wir uns wie immer den langfristigeren Wochenchart an.

Mit den eingezeichneten Rechtecken hatte ich Ihnen in den letzten beiden Marktanalysen einen möglichen Weg zum Allzeithoch aufgezeichnet. Ich hatte damit gerechnet, dass es nach den starken Anstiegen zu einem Rücksetzer kommen könnte, dann zu einem Anstieg auf gut 11.400 Punkte, einer Konsolidierung unterhalb dieser Marke und schließlich einem Angriff auf das Allzeithoch.

Die tatsächliche Entwicklung war noch stärker als dieser skizzierte Weg. Der erwartete Rücksetzer (erster Pfeil) blieb komplett aus. Die Seitwärtskonsolidierung fand nicht unterhalb, sondern oberhalb der 11.400 Punkte statt.

Einen ersten Ausbruchsversuch aus dieser Seitwärtsbewegung gab es Ende Januar. Sie endete jedoch  an der oberen Linie des rot eingezeichneten Trendkanals mit einem Hoch bei 11.893 Punkten. Dieser neue Trendkanal könnte jetzt auf dem Weg zum Allzeithoch eine entscheidende Rolle spielen: Möchte der DAX die 12.400 Punkte schnell erreichen, bräuchten wir eine Trendbeschleunigung und ein Auflösen dieses Kanals nach oben. Ausgeschlossen ist das nicht. Aber genauso gut kann es vorher noch einen kräftigen Rücksetzer geben.

Insgesamt kann man sagen, dass der DAX nicht ganz so bullish aussieht wie der S&P 500. Die zwischenzeitlichen Rücksetzer waren größer, die 20-Tage-Linie wurde bereits einmal verletzt. Der Index hat den gescheiterten Ausbruch von Ende Januar im Gegensatz zu den amerikanischen Indizes auch noch nicht nach oben auflösen können. Damit besteht noch die Gefahr eines kurzfristigen Doppel-Tops. Dennoch kann es sein, dass der DAX in einem positiven Marktumfeld einfach von den US-Indizes mit hochgezogen wird.

Wie immer werden die Charts uns die Antwort geben:

Ein positives Zeichen wäre es, wenn der DAX das Hoch vom Januar bei knapp 11.900 Punkten nachhaltig überwindet. Dann würde eine weitere starke Woche reichen und der DAX hätte sein Allzeithoch erreicht.
Ein negatives Zeichen wäre es, wenn die Unterstützung bei 11.400 Punkte nach unten durchbrochen wird. Dann wäre die nächste Unterstützung erst bei 10.800 Punkten, der oberen Begrenzung der 2016er Seitwärtsbewegung.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Feedback

Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

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Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

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