Wochenanalyse Trendfolge

Wird Facebook dank Libra zum E-Commerce-Giganten?

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Politik und Notenbanken sind in Aufruhr: Nimmt Facebook ihnen die Kontrolle über das Geld? Bundesbank und Bundesregierung wollen prüfen, wie die Einführung der Kryptowährung Libra als Alternative zum Euro verhindert werden kann.

Weltweit regt sich Widerstand. Auch in den USA gibt es große Vorbehalte gegenüber Libra von Seiten der Regierung. Finanzminister Mnuchin bezeichnet sie als „nationales Sicherheitsproblem“.

Libra kann Facebook einen jahrelangen Aufwärtstrend bescheren

Doch viele der Bedenken beinhalten schlichtweg falsche Informationen über das Libra-Konzept und Facebook hat sich gut aufgestellt. Deswegen glaube ich: Libra wird trotz aller Widerstände kommen.

Bargeldloses Zahlen ist die Zukunft. Das hatten wir in der letzten Wochenausgabe schon besprochen. Aber womit zahlen wir in der Welt von morgen? Werden es immer noch die nationalen Währungen sein, vielleicht in einer digitalen Variante wie Krypto-Euro? Oder schafft es eine neue Kryptowährung, die ganze Welt zu erobern? Den bisher mutigsten Vorstoß in dieser Richtung hat Facebook vor gut einem Monat mit der Veröffentlichung seiner Pläne zu Libra unternommen.

Viele Unwahrheiten wurden darüber verbreitet. Sie drücken vor allem die Sorge aus, dass Facebook durch Libra zu mächtig und zu einflussreich werden könnte. Doch nicht Facebook wird die Währung kontrollieren, sondern die von Facebook initiierte unabhängige und gemeinnützige Libra-Stiftung in der Schweiz. Zu den Gründungsmitgliedern gehören so illustre Namen wie Mastercard, VISA, Paypal, Ebay, Uber, Spotify oder Vodafone. Bis zum Start im nächsten Jahr sollen der Stiftung etwa 100 Mitglieder angehören. Facebook hat dort nicht mehr Rechte als andere Mitglieder.

Libra soll Zahlungsmittel, nicht Spekulationsobjekt werden

Eines ist klar: Der Bitcoin wird es nie schaffen, weltweites Zahlungsmittel zu werden. Zu komplex sind die Vorgänge, die bei jeder Transaktion im Hintergrund ablaufen. Dadurch dauern Bitcoin-Überweisungen teilweise extrem lang und sind mit hohen Transaktionskosten verbunden. Ein modernes Zahlungsmittel muss sich in wenigen Sekunden mit einem Klick übertragen lassen.

Wenn eine Kryptowährung die nationalen Währungen ablösen soll, muss sie außerdem stabil sein. Sie darf nicht so stark schwanken wie der Bitcoin, der vor allem der Spekulation dient. Sichergestellt wird dies durch die Kopplung des Libra an eine Reserve in einem Korb verschiedener Währungen, zum Beispiel in Form von Staatsanleihen. Dadurch kann der Wert des Libra nicht frei schwanken.

Natürlich stößt Facebook ein solches Projekt nicht ganz uneigennützig an. Vielmehr hat sich der Social Media Riese schon positioniert, um bei der Nutzung von Libra eine führende Rolle zu spielen. Die Tochtergesellschaft Calibra wird Finanzdienstleistungen rund um die neue Währung anbieten. Erstes Produkt ist eine Wallet, also eine virtuelle Geldbörse. Calibra wird dabei nur einer von vielen Wallet-Anbietern für Libra sein. Durch seine großen Nutzerzahlen hat Facebook aber alle Möglichkeiten, Calibra ganz vorne zu positionieren.

In China schon lange Realität: Zahlungen per Messenger

User von WhatsApp oder Facebook Messenger könnten automatisch eine Wallet bekommen und mit wenigen Klicks Guthaben aufladen, versenden, abheben oder mit Libra in der realen Welt bezahlen. Damit würde Facebook es schaffen, ähnlich wie Tencent in China Messenger und Zahlungsapp zu verknüpfen. Dort akzeptiert fast jeder Laden Zahlungen per WePay aus dem Messenger WeChat.

Der Kerngedanke hinter WeChat ist es, dass Nutzer in der App so viele Transaktionen wie möglich tätigen. Dazu müssen sie die App überhaupt nicht verlassen. Empfiehlt beispielsweise ein Chatpartner ein Produkt, kann es mit einem Klick gekauft werden. WeChat kann aber auch genutzt werden, um Kinotickets zu bestellen, ein Taxi zu rufen, Stromrechnung oder Strafzettel zu bezahlen, Zug- oder Flugtickets zu kaufen oder einen Tisch im Restaurant zu reservieren.

Wer als Händler oder Dienstleister dort etwas verkaufen möchte, kann dies über Mini-Apps machen, die WeChat um die jeweilige Funktion erweitern. Das Konzept hat Erfolg: WeChat ist dank WePay und den E-Commerce-Anwendungen inzwischen so umfangreich, dass chinesische Nutzer ein Drittel ihrer Onlinezeit nur in diesem Messenger verbringen!

Gewaltiges E-Commerce-Potenzial für Facebook

Facebook könnte Libra nutzen, um seine Social Media Dienste ähnlich wie WeChat zum universellen
E-Commerce-Dienst auszubauen. Wenn nur ein Bruchteil der fast 3 Milliarden User von Facebook, WhatsApp oder Instagram auch Produkte oder Dienstleistungen auf der jeweiligen Plattform kauft, wird Facebook auf einen Schlag zum E-Commerce-Giganten.

Für 1,3 Milliarden Menschen, die kein eigenes Bankkonto haben und in Ländern mit instabiler Währung leben, könnte Facebook auch klassische Finanzdienstleistungen rund um die neue Kryprowährung anbieten. Alles, was dazu nötig ist, ist ein Smartphone und Internetzugriff.

Es gibt Chancen, die bieten sich nur alle paar Jahrzehnte. 2007 gab es eine solche Chance, als Steve Jobs das iPhone vorstellte. Viele Anleger fragen sich heute, warum Sie das Potenzial damals nicht erkannten und die folgenden 1.700 % Kursgewinn verpassten. Wenn sich Libra wie von Facebook geplant verwirklichen lässt, erleben Sie jetzt wieder einer dieser Momente: Sie können von Anfang an dabei sein bei einem Konzept, das die Welt verändert!

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Urlaub vom 20.7.-27.7.2019

Ein Hinweis in eigener Sache: Nächste Woche bin ich im Urlaub. Ihre Depotpositionen werden selbstverständlich überwacht und ich melde mich, falls es Handlungsbedarf gibt. Es wird aber keine reguläre Wochenausgabe geben.

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Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

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