Die Lehne Trendfolgeampel

Die Lehne Trendfolge-Ampel

image_pdfimage_print

Hinweis: Die Trendfolge-Ampel wurde mittlerweile durch ein neues System ersetzt, das anzeigt auf welchen Ebenen (langfristig/mittelfristig/fundamental) ein Wert stark ist. Das Timing erfolgt durch charttechnische Analyse. Alle Informationen finden Sie hier.

Hier finden Sie als Archivbeitrag die frühere Version der Börsenampel:

Ein wichtiges Mittel, um zu bestimmen, welche Trendfolgeaktien stark genug sind, um sie in das Lehne Trendfolgedepot aufzunehmen, ist der Lehne Trendfolgeindikator. Dieser berücksichtigt viele Faktoren wie die mittel- und langfristige Performance einer Aktie und die Länge der Korrekturen und gibt somit Hinweise auf die Stärke und Gleichmäßigkeit eines Trends.

Der Trendfolgeindikator ist jedoch nicht besonders gut geeignet, um den besten Zeitpunkt für den Kauf einer Aktie bzw. einen Optionsschein auf die Aktie zu bestimmen. Deswegen habe ich zusätzlich zum Indikator noch die Lehne Trendfolgeampel entwickelt.

Im Prinzip gibt es drei mögliche Strategien für den Einstieg in einen Trendfolger: Die erste davon sagt, dass man eine Trendfolgeaktie in einem intakten Aufwärtstrend eigentlich immer kaufen kann, da es nun mal die Natur eines Trendfolgers ist, dass er früher oder später ein neues Hoch ausbildet und somit auch höhere Kurse als den derzeitigen Kurs erreichen wird. Ehrlich gesagt bin ich kein großer Freund dieser pauschalen Aussage. Meine Analysen haben ergeben, dass selbst die stärksten Trendfolger Konsolidierungen von bis zu einem Jahr durchmachen müssen und da ich gerne mit Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien handle und diese einem Zeitwertverlust unterliegen, bedeutet es immer einen Verlust, wenn man einen schlechten Zeitpunkt erwischt.

Die zweite Strategie wäre, Trendfolger nach einem Rücksetzer zu kaufen. Auch diese Strategie birgt jedoch ein gewisses Risiko. Wenn eine Aktie sich in einer Konsolidierung befindet, haben wir es im Prinzip mit zwei gegenläufigen Trends zu tun. Dem langfristigen Aufwärtstrend steht der kurzfristige Abwärtstrend der Korrektur gegenüber. Nun sind wir alle keine Hellseher und wissen nie genau, wann sich der stärkere langfristige Aufwärtstrend gegenüber dem kurzfristigen Abwärtstrend wieder durchsetzen wird – und ob er es überhaupt tut oder ob ein bisheriger Trendfolger künftig keiner mehr ist. Es ist deshalb sehr schwierig, mit dieser Strategie den richtigen Zeitpunkt für einen Einstieg zu finden.

Die dritte Strategie ist eine Ausbruchstrategie: Kaufe einen Trendfolger, wenn er ein neues Allzeithoch oder Zwischenhoch bildet. Dies ist letztendlich auch die Strategie, die ich vorrangig für den Aufbau meines Trendfolgedepots verwende. Am besten gefallen mir dabei Aktien, die eine möglichst lange Konsolidierung hinter sich gebracht haben und dann dynamisch über das letzte Hoch vor der Konsolidierung ausbrechen. Wenn es sich tatsächlich um einen starken Trendfolger handelt, dann ist dies der beste Zeitpunkt, um seinen Trend wieder aufzunehmen und dadurch schöne Gewinne zu erzielen. Grundsätzlich in Frage kommen aber auch Aktien, die eine starke Konsolidierung an die untere Trendlinie ihres Aufwärtstrends mitgemacht haben und danach wieder Stärke zeigen und zumindest ein Zwischenhoch ausbilden.

Um solche Aktien leichter zu erkennen, habe ich die Lehne Trendfolgeampel eingeführt:

Die Ampel springt auf Grün, wenn eine Trendfolgeaktie innerhalb der letzten Tage zumindest ein 20-Tage-Hoch ausgebildet hat. 20 Tage entspricht etwa einem Monat und wenn die Aktie den höchsten Stand seit einem Monat erreicht, dann kann man davon ausgehen, dass sie wieder eine gewisse Stärke zeigt. Sobald dies passiert ist, bleibt die Ampel etwa eine Woche lang auf grün. Schafft sie es in dieser Woche nicht erneut ein neues Zwischenhoch auszubilden, dann springt sie wieder auf Orange.

Einige wenige Aktien stehen auf rot. Das sind Aktien, die in einer mittelfristigen Konsolidierung feststecken und mindestens ein halbes Jahr kein neues Allzeithoch auf Schlusskursbasis mehr gebildet haben. Von solchen Aktien würde ich die Finger lassen.

Wie hilft mir die Lehne Trendfolgeampel nun in konkreten Situationen? Ganz einfach: Wenn ich ein Investment plane, dann schaue ich mir ausschließlich die Charts von Aktien an, die auf grün stehen. Orange bedeutet für mich: Diese Aktie ist derzeit nicht interessant genug, hier sollte man lieber noch abwarten. Rot bedeutet: Auf keinen Fall ein Neukauf und wenn ich eine solche Trendfolge-Aktie bereits im Depot habe, verkaufe ich sie und warte die weitere Entwicklung erst einmal ab.

Natürlich sollte man dennoch nicht blind jede Trendfolgeaktie kaufen, die auf grün steht und einen hohen Wert im Indikator hat. All diese Hilfsmittel geben lediglich Hinweise, ob es sich lohnt, den Chart der Aktie intensiver zu prüfen. Wenn ich ein Investment plane, schaue ich mir letztendlich alle Aktien an, die auf grün stehen und kaufe dann diejenige, die das interessanteste Chartbild aufweist. Bei der Investition in Optionsscheine spielt darüber hinaus natürlich ebenfalls noch eine Rolle, ob es einen Optionsschein mit einem passendem Basispreis und einer passenden Laufzeit überhaupt gibt. Insgesamt verwende ich jeden Tag mehrere Stunden für die Analyse geeigneter Trendfolgeaktien.

Den Stand der Lehne Trendfolgeampel und des Lehne Trendfolgeindiaktors sehen Sie in der Liste der besten Trendfolgeaktien. Wenn Sie sich die Arbeit für eigene Analysen sparen möchten, können Sie als Premiumabonnent auch einfach meine Musterdepots für Aktien und Optionsscheine nachbilden.

 

Kategorie:Die Trendfolge-StrategieVermögensaufbau-Depot

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.