Der Lehne Trendfolge-Indikator

Das Trendfolgedepot in Korrekturphasen

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Ganz klar: Das Trendfolge-Depot lebt von Aufwärtstrends. Acht meiner zehn Optionsscheine auf Trends sind Call Optionsscheine auf Aufwärtstrendfolger, die von steigenden Kursen profitieren. Und auch wenn solche Aufwärtstrendfolger meiner Erfahrung nach langfristig immer besser abschneiden als durchschnittliche Aktien oder der DAX als Aktienindex, so können auch solche Trendfolge-Aktien sich natürlich den Marktphasen nicht ganz entziehen. Wenn an den Börsen insgesamt freundliches Wetter ist, dann tun sich auch Trendfolgeaktien mit immer neuen Höchstständen leichter als in Korrekturphasen und Abwärtstrends.

Ich weiß, dass viele Anleger besorgt sind, in ein Optionsschein-Depot zu investieren, das klar auf steigende Kurse ausgerichtet ist, weil beispielsweise während der Finanz- und Eurokrise viele solcher Depots 50% und mehr verloren haben. Und ich will ganz offen sein: Ganz ungeschoren wird auch mein Depot nicht davon kommen, wenn es einmal abwärts geht. Dieses „Luft holen“ ist aber wichtig für den nächsten Aufwärtsschwung und in kleineren Korrekturen werde ich deshalb auch gar nichts unternehmen, außer die Korrektur auszusitzen und auf neue Höchststände im Depot zu warten.

Dennoch habe ich einige Mechanismen eingebaut, die das Depot gegen Korrekturen stabiler machen können als andere Depots und diese möchte ich hier vorstellen:

Zügiger Austausch von schwachen Trendfolgern gegen stärkere Trendfolger

Kleine Korrekturen bei unseren Trendfolgeaktien müssen wir aussitzen, das ist ganz klar. Allerdings darf man nie vergessen, dass ein Optionsschein einem Zeitwertverlust unterliegt. Eine Seitwärtsbewegung von einem Jahr oder länger ist deshalb für mich nicht akzeptabel, genauso wenig wie ein rapider Kursrückgang. Für jede meiner Trendfolgeaktien habe ich deshalb einen mentalen Stop-Loss, und jeden Tag überprüfe ich, ob dieser unterschritten wird. Wenn ja, wird der Trendfolger verkauft und nach Möglichkeit gegen einen stärkeren Trendfolger ausgetauscht.

Automatische Anpassung der Investitionsquote durch strenge Auswahlkriterien

Wie gesagt, jede verkaufte Position wird nach Möglichkeit sofort gegen einen stärkeren Trendfolger ausgetauscht. Schließlich finden Verkäufe vor allem in kleineren Korrekturphasen statt und wenn diese beendet ist und es wieder aufwärts geht, dann soll das Depot auch an dem nächsten Aufwärtsschwung teilhaben. Zu viel Cash zu halten macht da keinen Sinn. Dennoch habe ich für die Aufnahme neuer Trendfolgeaktien ins Depot und Optionsscheine darauf sehr strenge Auswahlkriterien. Aufgenommen werden nur die besten Trendfolgeaktien und diese auch nur, wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist: Meine Börsenampel muss auf grün stehen, das Chartbild muss positiv sein, es muss ein charttechnisches Kaufsignal geben, z.B. einen Ausbruch nach längerer Konsolidierung, ein Kaufsignal auf Basis gleitender Durchschnitte oder bei Rücksetzern eine Bodenbildung im unteren Bereich des Trendkanals. Es gibt Börsenphasen, in denen Aktien, die diese Kriterien aufweisen, sehr rar werden. Das ist dann meist ein Zeichen für eine sich ausweitende Korrektur. Finde ich keine Aktien, die meinen Kriterien entsprechen, dann werde ich auch keine neue Position nachkaufen. Dadurch passt sich meine Investitionsquote in sich ausweitenden Korrekturen vollautomatisch an und es wird mehr Cash gehalten, das nach Beendigung der Korrektur zu günstigeren Preisen in neue Scheine investiert werden kann.

Teilgewinnmitnahmen bei Überhitzung

Manchmal merkt man einfach, dass eine Aktie in zu kurzer Zeit zu schnell gestiegen ist und der Aktie wohl bald die Luft ausgeht. Deutlich wird dies z.B. durch einen historisch hohen Abstand des aktuellen Kurses vom gleitenden Durchschnitt der letzten 200 oder 250 Tage. Natürlich wäre es verrückt, eine Position komplett zu verkaufen, nur weil die Aktie schön gestiegen ist, schließlich wollen wir dauerhaft an weiter steigenden Kursen von Trendfolgern teilhaben. Dennoch behalte ich mir vor, nach einem extremen Anstieg in kurzer Zeit auch einmal einen Teil der Position zu verkaufen, um einfach schöne Gewinne mitzunehmen. Der Rest der Position läuft natürlich weiter und kann von weiteren Kursgewinnen des Trendfolger profitieren. Bei solchen Gewinnmitnahmen kann der Erlös je nach Marktphase entweder sofort in einen neuen Trendfolger gesteckt werden, in Cash gehalten werden oder in die Absicherungsposition gesteckt werden.

Abfedern von Kursrückgängen durch Absicherungspositionen

Zwei meiner zehn Positionen sind immer Put Optionsscheine zur Depotabsicherung, die von fallenden Kursen der zugrundeliegenden Aktie profitieren. Natürlich wäre es eine schöne Theroie, auch in steigenden Marktphasen immer Abwärtstrendfolger zu finden, die mit Put Optionsscheinen zusätzliche Gewinne zu machen und gleichzeitig das Depot absichern. Leider ist dies in der Praxis schwierig. Wenn das Börsenumfeld sehr positiv ist, werden auch schwache Aktien immer dazwischen mal eine Weile zulegen und die Performance des Depots ausbremsen. Mir ist es das aber wert, denn diese Put Optionsscheine sind meine Versicherung für Korrekturphasen und Versicherungen kosten nun mal Geld. Wenn es tatsächlich abwärts geht, dann werden diese schwachen Aktien natürlich auch besonders stark verlieren, so dass die Put Optionsscheine besonders stark gewinnen und den Gesamtverlust des Depots abfedern. Umso schneller geht es dann in der nachfolgenden Erholung wieder auf neue Höchststände. Die Investitionsquote der Put Optionsscheine werde ich je nach Marktphase variieren. Im positiven Börsenumfeld reduziert sich deren Anteil automatisch, da die Call Scheine prozentual mehr gewinnen. In schwachen Marktphasen ist es umgekehrt. Bei Anzeichen einer größeren Korrektur kann es aber auch aktive Umschichtungen von Calls in Put Positionen geben.

Sie sehen also, die Lehne Trendfolgestrategie hat diverse Mechanismen eingebaut, um nicht blind in eine Korrektur zu laufen und zu viel zu verlieren. Natürlich gibt es keine Strategie, die immer gewinnt und natürlich kann ich auch nicht ständig bei kleinsten Anzeichen einer Korrektur alle Positionen umschichten. Das würde auch für Sie zu viel Arbeit bedeuten und letztendlich würde auch ich den perfekten Zeitpunkt wohl nie erwischen. Die Mechanismen können aber immerhin dabei helfen, die Verluste in Korrekturphasen in Grenzen zu halten, um danach viel schneller wieder neue Höchststände zu erreichen, als es ohne diese Maßnahmen möglich wäre.

Premiumabonnenten werden natürlich über alle Maßnahmen, die das Depot verändern und für Absicherung sorgen, im Voraus informiert und können diese so in Echtzeit in ihrem eigenen Depot ebenfalls abbilden.

Kategorie:Die Trendfolge-StrategieVermögensaufbau-Depot

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.