Wochenanalyse Trendfolge

Gibt es Alternativen zu Aktien?

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Selten habe ich eine so zähe Zeit an der Börse erlebt wie zuletzt. Dass die Märkte seit Wochen nur noch seitwärts laufen, hatte ich für Sie schon analysiert. Doch eigentlich geht die Seitwärtskorrektur schon viel länger: Schon von Anfang 2014 bis Mitte dieses Jahrs bildete sich eine breite Spanne, in der beispielsweise der S&P 500 nur noch seitwärts pendelte. Die enge Handelsspanne der letzten Wochen findet nur knapp darüber und über dem Hoch von Anfang 2015 statt. Viel gewinnen konnten Sie mit Aktien also in den letzten Jahren nicht mehr.

Manche Anleger geben nach einer solchen Phase schon entnervt auf und kehren dem Aktienmarkt voreilig den Rücken zu. Doch welche Alternativen gibt es momentan noch?

Immobilien

Immobilien sind natürlich immer eine solide Wertanlage. Ab einem gewissen Betrag gehört eine Wohnung oder ein Haus zu einem gut diversifizierten Vermögen ganz sicher dazu. Aber eine Immobilie hat auch zahlreiche Nachteile. Es braucht einen enormen Kapitaleinsatz und der steckt dann in der Immobile erst einmal fest. Brauchen Sie kurzfristig Geld, können Sie einen Teil Ihrer Aktieninvestitionen verkaufen – bei Immobilien ist das nicht so einfach.

Dazu kommt: In ländlichen Gegenden sind Immobilien keineswegs sicher vor Wertverfall oder Leerstand. Und in den Großstädten sind die Preise für Immobilien mittlerweile so nach oben geschossen, dass sich trotz hoher Mieteinnahmen oft keine vernünftige Rendite mehr erzielen lässt.

Edelmetalle

Gold und Silber sind in meinen Augen eine Absicherung für Krisenzeiten – aber keine Wertanlage, die man kauft, weil man sich erhofft, dass sie in einigen Jahren höher steht als heute. Der Goldpreis schwankt enorm. Nach dem steilen Anstieg auf über 1900 US-Dollar bis August 2011 folgte ein mehrere Jahre andauernder Preisverfall auf 1050 US-Dollar – immerhin ein Wertverlust von fast 50 %.

Meine Empfehlung für Edelmetalle: Stecken Sie einen kleinen Teil Ihres Vermögens, zum Beispiel 5 %, in physisches Gold, also Goldbarren oder Münzen. Legen Sie diese in ein Schließfach als Notgroschen für außergewöhnliche Situationen. Lassen Sie sie dann dort liegen, ohne weiter auf den Goldpreis zu achten. Es ist Ihre letzte Absicherung für persönliche, lokale oder globale Krisen, da ist es völlig egal, wieviel sie gerade wert ist. Das Beste wäre, wenn Sie sie nie anrühren müssen, sondern diese Sicherheit später einmal an Ihre Kinder weitergeben können.

Festverzinsiche Anlagen

Zum Thema Sparbuch und andere festverzinsliche Wertanlagen brauche ich Ihnen nicht viel zu erzählen. Heute müssen Sie als Sparer ja schon froh sein, wenn die Bank Ihnen keine Strafzinsen berechnet. Wenn Sie das Glück haben, einen Mini-Zins von Ihrer Bank zu bekommen, dann deckt dieser meistens trotzdem nicht einmal die Inflation ab. Ihr Geld auf dem Sparkonto wird also weder wachsen, noch wertstabil bleiben. Natürlich macht ein kleiner Anteil Sparguthaben in der Vermögensdiversifikation trotzdem Sinn. Ich selbst halte diesen jedoch so gering wie möglich und parke ihn auf einem Tagesgeld-Konto. Dort komme ich jederzeit an jeden beliebigen Betrag heran, wenn es nötig ist. Sparkonten, bei denen man nur 2000 Euro im Monat ohne Vorschusszinsen oder Kündigung abheben darf, sind in meinen Augen veraltet und haben keinerlei Berechtigung mehr. Höhere Zinsen als ein Tagesgeldkonto geben sie ohnehin nicht.

In Zeiten mit freundlichem Marktumfeld, wie zuletzt von 2011 bis 2014, fahre ich solche Sparguthaben sogar fast auf Null zurück und stecke sie lieber in defensive Aktien. Dies soll aber keine pauschale Empfehlung für Sie darstellen, denn es hängt immer von Ihrer persönlichen Risikoneigung ab, wie hoch Sie diesen Anteil halten möchten.

Rohstoffe und Währungen

Vorsicht! Rohstoffe und Währungen sind hoch spekulativ und schon so mancher Anleger hat hier viel Geld verbrannt. Die Schwankungen sind viel größer als bei Aktien. Oft kommen heftige Kursausschläge aus heiterem Himmel. Fassen Sie auf keinen Fall Instrumente wie Futures an, wenn Sie sich nicht vorher intensiv damit befasst haben. Wenn Sie nicht die Zeit haben, sich intensiv mit den Gesetzmäßigkeiten eines Marktes zu befassen, lassen Sie besser die Finger davon. Sie werden sonst ein leichtes Opfer von Profis, die den Markt besser kennen als Sie.

Aktien

Es bleiben neben einigen exotischen Anlagemöglichkeiten also Aktien und davon abgeleitete Produkte wie Zertifikate und Optionsscheine. Als Leser eines Börsenbriefs muss ich Sie von den Vorzügen von Aktien-Investments nicht lange überzeugen. Trotzdem möchte ich Ihnen die größten Vorteile noch einmal vor Augen führen.

Die meisten Anleger, die sich nicht an Aktien herantrauen, sind sich gar nicht bewusst, dass eine Aktie und die dahinterstehende Kursentwicklung weit mehr als eine WKN im Online-Depot ist: Eine Aktie ist eine echte Unternehmensbeteiligung. Klar, bei Millionen Aktien eines Großkonzerns ist Ihr Anteil verschwindend klein. Trotzdem gehört Ihnen als Besitzer der Aktie ein Teil der Produktionsanlagen, der Immobilien, der Filialen, der Ideen, der Patente und des Vermögens eines Konzerns. Und Sie werden am Gewinn des Unternehmens beteiligt – entweder in Form einer Dividende oder durch Kurssteigerungen aufgrund eines steigenden Unternehmenswerts (auch wenn natürlich nicht starr die Regel gilt, dass 5 % Gewinn im Unternehmen zu 5 % Kurssteigerung in der Aktie führt).

Komplett wertlos kann eine Aktie deshalb nur dann werden, wenn das Unternehmen Konkurs anmelden muss. Und das ist bei großen Unternehmen mit hervorragenden Wachstumsaussichten und stetig steigenden Gewinnen so gut wie unmöglich. Ebenfalls sehr wichtig: Eine Aktie gehört Ihnen und nicht Ihrer depotführenden Bank. Das gilt auch für Derivate. Sollte die Bank insolvent werden, bei der Sie Ihr Depot haben, können Sie es komplett und ohne Verlust auf ein anderes Institut übertragen.

Dazu kommt eine hundertprozentige Liquidität. Alle Aktien, die ich Ihnen in Lehne’s MegaTrends empfehle, sind so liquide, dass Sie sie sofort verkaufen können, falls Sie Geld brauchen. Wenn nötig, steht Ihnen Ihr Kapital noch am gleichen Tag in voller Höhe zur Verfügung.

Trotzdem ist eine Aktie ist immer eine langfristige Wertanlage (es sei denn, Sie betreiben kurzfristiges Trading). Kaufen Sie keinesfalls Aktien, wenn Sie das Geld zu einem bestimmten Termin brauchen, z.B. für eine Kreditablösung oder Steuernachzahlung. Denn wo die Aktie in einigen Monaten oder einem Jahr gerade steht, hängt von vielen Faktoren ab. Investieren Sie in Aktien (Rendite-Depot) den Teil Ihres Vermögens, mit dem Sie langfristig Vermögen aufbauen möchten – und in Optionsscheine (Millionen-Depot) den spekulativen Anteil, der sich „schnell“ vermehren soll. Seien Sie sich aber bewusst, dass schnelle Vermehrung in diesem Zusammenhang bedeutet, dass sich das Depot mittel- bis langfristig immer wieder verdoppeln wird. Es gibt jedoch keine Garantie, dass es in einigen Monaten höher steht als heute.

Bleibt die Frage nach der zu erwartenden Rendite: Neben der Dividende, die einige Unternehmen ihren Aktienbesitzern zahlen, kommt diese vor allem aus den Kurssteigerungen der Aktien. Doch was kann die Kurse jetzt nach oben drücken und die von mir erwartete Rallye anstoßen?

Auf der einen Seite ist da natürlich die unglaubliche Liquidität im Markt. Selbst wenn die Notenbanken ihre Maßnahmen jetzt zurückfahren, gibt es unvorstellbare Geldmengen, die investiert werden müssen. Wie Sie haben auch andere private oder institutionelle Anleger kaum Alternativen zu Aktien.

Ein anderer Punkt ist aber noch viel wichtiger, und dieser ist vielen Investoren noch gar nicht bewusst: Die Gewinnschätzungen im marktbreiten S&P 500 für das Jahr 2017 sehen erstmals seit zwei Jahren wieder sehr gut aus! Sowohl 2015 als auch 2016 trat der Gewinn der Unternehmen nur auf der Stelle. Aufgrund der Schätzungen für 2017 ist dagegen ein solides Gewinnwachstum von immerhin 14 % zu erwarten – und das im Durchschnitt aller 500 im Index vertretenen Unternehmen. Unsere Mega-Trendfolger, die viel stärker als der Marktdurchschnitt sind, werden dies locker übertreffen.

Dafür müssen wir nicht einmal bis 2017 warten. Denn an der Börse wird die Zukunft gehandelt und schon die Erwartung steigender Gewinne wird die Kurse nach oben treiben. Da haben wir genau die Mischung, die wir für unsere Trendfolge-Investitionen brauchen: Ein starkes Gewinnwachstum der Mega-Trendfolger in Ihrem Depot, dazu ein freundliches Gesamtumfeld.

Es ist diese Kombination, die ungeahnte Gewinne in Trendfolge-Depots spült. Ihr Millionen-Depot wird sich dann mindestens verdoppeln – und das kann sehr schnell gehen!

 

Marktanalyse

Ab dieser Woche gewinnt die Berichtssaison an Fahrt, Sie dürfen also wieder mehr Bewegung in Ihren Depots erwarten!

Continental, Intel und IBM haben bereits die Zahlen für das dritte Quartal geliefert, teilweise mit enttäuschenden Ergebnissen. Anders Ihre Depotwerte: Alle Aktien, die ihre Quartalszahlen schon veröffentlicht haben, schossen zwischen 3 % und 20 % nach oben. Die Einzelheiten dazu lesen Sie bitte beim jeweiligen Depot nach.

Diese Woche folgen unter anderem noch Microsoft, General Electric und McDonalds, große Firmen unterschiedlicher Branchen. Danach können wir ein erstes Fazit ziehen, ob es eine gute Berichtssaison wird.

Übergeordnet hat sich immer noch nichts daran geändert, dass die Märkte nur seitwärts laufen.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
Testen Sie Lehne’s MegaTrends jetzt 30 Tage lang gratis und risikolos!

 

 

Feedback

Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

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Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.