Wochenanalyse Trendfolge

Aktien viel zu hoch bewertet? Mitnichten! Hier ist der Beweis

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Wenn Sie Finanzmedien lesen, dann ist es nicht schwer, Meinungen zu finden, die davon ausgehen, dass Aktien heute viel zu hoch bewertet sind. Solche Aussagen sollten Sie jedoch nicht hinnehmen, ohne sie zu überprüfen.

In der heutigen Ausgabe zeige ich Ihnen, dass man durchaus auch der gegenteiligen Meinung sein kann: Nach starken Gewinn­steigerungen der Unternehmen im Jahr 2018 und fast einem Jahr Stillstand an den Märkten sind Aktien im Durchschnitt sogar sehr günstig bewertet!

Aktien viel zu hoch bewertet? Mitnichten! Hier ist der Beweis

Vielleicht haben auch Sie schon gehört, dass einige Analysten der Meinung sind, Aktien seien viel zu hoch bewertet. Heute habe ich den Beweis für Sie, dass das keineswegs der Fall ist. Im Gegenteil: Da ist noch ordentlich Luft nach oben!

Die Aktienbewertung ist neben den Frühindikatoren von letzter Woche ein wichtiges Kriterium für die alles entscheidende Frage: Können die Märkte langfristig weiter steigen?

Normalerweise laufen Unternehmensgewinne und Kurssteigerungen der Aktien mehr oder weniger im Gleichklang. Mal laufen die Kurse den Gewinnen voraus, mal ist es umgekehrt. Es gibt nur eine Situation, in der Sie hellhörig werden müssen: Wenn die Aktienkurse den Gewinnen extrem weit vorauslaufen. Dann ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis sehr hoch, Aktien sind zu teuer. Das kann ein Zeichen für eine Blasenbildung sein. Wie schmerzlich das Platzen einer solchen Blase ist, hat jeder noch im Kopf, der die Jahre 2000 bis 2003 an den Börsen mitgemacht hat.

Gewinne wachsen viel schneller als Aktienkurse

 AKTIENKURSE UND UNTERNEHMENSGEWINNE
Die Unternehmensgewinne (grüne Kurve) laufen den Aktienkursen (schwarz) erstmals seit 5 Jahren weit davon! (Quelle: FactSet)

Gibt es derzeit also die Gefahr einer solchen Blase? Nein. Schauen Sie sich dazu die Grafik rechts an. Sie zeigt die Unternehmensgewinne (grüne Linie) und den Verlauf der Aktienkurse am Beispiel des S&P 500 (schwarz). Langfristig laufen beide Kurven immer wieder zusammen. Jedenfalls war das von Anfang 2013 bis Ende 2017 immer der Fall. Meistens liefen die Kurse den Gewinnen sogar voraus.

Doch im Jahr 2018 hat sich die Situation erstmals seit 5 Jahren umgekehrt: Durch die hohen Gewinnsteigerungen der Unternehmen und die auf der Stelle tretenden Aktienmärkte klafft jetzt eine riesige Lücke zwischen Gewinnen und Aktienkursen. Diese muss irgendwann geschlossen werden. Und da die Gewinne der Unternehmen weiterhin wachsen, kann die Schere nur durch Kurssteigerungen an den Aktienmärkten geschlossen werden.

KGV auf unterdurchschnittlichem Niveau

Auch wenn wir uns das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) anschauen, sehen wir noch keine Gefahren einer Blasenbildung. Im Gegenteil: Das KGV auf Basis der erwarteten Gewinne des nächsten Jahres beträgt etwa 16,4 und ist damit niedriger als der langjährige Durchschnitt, der bei etwa 17 liegt.

Das KGV ist die wichtigste Kennzahl dafür, ob Aktien billig oder teuer sind. Der aktuelle Stand ist natürlich nicht extrem billig und unterbewertet. Von einer Überbewertung sind wir aber ebenfalls weit entfernt.

Wie lange wird diese Korrektur noch dauern?

Natürlich weiß niemand, wann diese Korrektur beendet sein wird. Möglicherweise gibt die Kongresswahl in den USA am 6.11. den Startschuss für eine verspätete Herbstrallye, die dann direkt in eine Jahresendrallye übergehen könnte. Denn wenn das Wahlergebnis feststeht, gibt es eine weitere Unsicherheit weniger. Die Märkte hassen nichts mehr als solche Unsicherheiten.

Eine der Fragen, die mir derzeit am häufigsten gestellt werden: Sollte man jetzt schon Geld in Trendfolge-Investitionen nachschießen?

Nachkaufen ja, aber sehr dosiert

Grundsätzlich können Sie das tun. Gehen Sie dabei aber vorsichtig und dosiert vor. Kaufen Sie nur Positionen, die auf Kaufen stehen und in den Depotübersichten grün hinterlegt sind. Investieren Sie nicht den kompletten Betrag auf einmal, den Sie in das jeweilige Depot nachschießen möchten. Halten Sie weiteres Cash in der Hinterhand.

Denn normalerweise kaufen wir Trendfolge-Investoren nach einer Korrektur erst dann, wenn sowohl die Märkte als auch die einzelnen Positionen neue Stärke zeigen. Das ist derzeit noch nicht der Fall. Ich schicke Ihnen sofort eine Eilmeldung, wenn die Chancen steigen, dass wir das Ende der Korrektur gesehen haben!

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Feedback

Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

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Kategorie:Wochenanalysen

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6 comments

  1. Gerade wieder im Plus und schon hat sich das Blatt wieder stark gewandelt. Achja …

    Mal was ganz anderes:
    Können Sie etwas dafür tun, dass ich eingeloggt bleibe? Nen Cookie setzen der mal mind. 1 Jahr gültig bleibt?
    Wenn das nicht geht, dann bitte nen Cookie, der mir die ganze Werbung zum kostenlosen Test-Zeiträume erspart, wenn ich zuvor mal eingeloggt war mit dem Browser. Die ganze Neukunden-Werbung nervt gewaltig.

    Danke
    Alex

  2. Hallo Alex,

    bei den Loginformularen gibt es ja das kleine Kästchen „eingeloggt bleiben“.
    Das sollte eigentlich genau das machen.
    Funktioniert das nicht?

    LG
    Stefan Lehne

    1. Moin Herr Lehne,

      nein, leider ist der Zeitraum relativ kurz. Mein Cookie von heute ist nur gültig bis
      Freitag, 16. November 2018 um 03:37:55
      Während einige anderen Cookies von 2016 sind.
      Es geht mir auch noch nicht mal um den Login, ehr die penetrante Werbung für das Produkt, welches ich bereits seit 2,5 Jahren beziehe und bezahle.

      Danke
      Alex

      1. Hallo Alex,

        das wusste ich nicht, dass dieser Zeitraum so kurz ist.
        Das Login und die Werbung hängen zusammen: Nur für eingeloggte User wird sie nicht angezeigt.
        Ich habe nun ein Plugin installiert, dass mit jedem Aufruf der Seite die Cookiedauer wieder auf 1 Jahr hochsetzen sollte. Damit dürfte das Problem erledigt sein.

        LG
        Stefan Lehne

  3. Hall Herr Lehne,

    mich beschäftigen seit längerem zwei Fragen:

    Wird nur der Spread betrachtet, um zu beurteilen ob ein OS teuer oder preiswert ist? Oder ist auch die implizite Vola und das Aufgeld von Bedeutung?

    Wie wirken sich Wechselkursveränderungen bei Auslandswerten auf Hebelprodukte aus?

  4. Hallo Herr Müller,

    alle 3 Elemente haben Einfluss darauf, ob ein Optionsschein teuer oder billig ist.
    Allerdings gibt es beim Spread die größten Unterschiede, wenn man Optionsscheine verschiedener Emittenten mit identischer Basis und Laufzeit vergleicht. Deshalb ist der Spread meistens entscheidend für die Auswahl des Emittenten.

    Implizite Volatilität und Aufgeld bestimmen ebenfalls den Preis des Optionsscheins, sind jedoch oft bei verschiedenen Emittenten sehr ähnlich. Die implizite Volatilität ist die wichtigste Größe für die Frage, wie teuer ein Optionsschein ist. Ist diese hoch, bedeutet das einen hohen Zeitwertverlust und somit auch ein höheres Risiko, wenn der Basiswert seitwärts läuft. Dann greifen wir auch einmal auf ein Faktorzertifikat als Ersatz zurück, bei dem die Volatilität keine Rolle spielt.

    Zum Wechselkurs:
    Der innere Wert des Optionsscheins wird am Verfallstag für die Auszahlung zum dann aktuellen Wechselkurs in Euro umgerechnet und natürlich wird dieser Faktor auch während der Laufzeit gemäß des gerade gültigen Wechselkurses schon berücksichtigt und eingepreist. Besonders Optionsscheine mit hohem inneren Wert reagieren also durchaus auch sensibel auf Wechselkursänderungen.

    Für weitere Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

    Viele Grüße
    Stefan Lehne

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.