Wochenanalyse Trendfolge

Warum gibt es Aktien, die immer weiter steigen? (Wochenanalyse vom 22.12.2015)

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Es gibt Aktien, die kommen einfach nicht vom Fleck. Mal geht es hoch, mal geht es runter. Und irgendwann notieren sie wieder zum gleichen Kurs wie fünf Jahre zuvor. Und dann gibt es Aktien, die schaffen es, immer wieder neue Höchststände auszubilden. Über Monate, Jahre, manchmal auch Jahrzehnte. Wir nennen diese Aktien Trendfolge-Aktien, weil sie einem stetigen Aufwärtstrend folgen. Doch was zeichnet diese Trendfolger im Vergleich zu anderen Aktien aus?

Der Aktienkurs stellt ja nichts anderes als den Wert des Unternehmens dar, den man leicht berechnen kann, indem man den aktuellen Aktienkurs mit der Anzahl der existierenden Aktien multipliziert. Trendfolger schaffen es also, im Lauf der Jahre ihren Unternehmenswert immer weiter zu steigen. Dieser bestimmt sich zum einen durch die realen Werte des Unternehmens, also Produktionsanlagen, Marken, Patente und vor allem Eigenkapital. Auch immaterielle Werte wie gute Mitarbeiter, Ideen, Image oder Betriebsklima fließen ein Stück weit mit ein. Der wichtigste Faktor für die Aktionäre ist aber der Umsatz und Gewinn, den das Unternehmen erwirtschaften kann. Hier zählen die Zukunftsaussichten mehr als die Vergangenheit: Wenn Sie heute eine Aktie kaufen, wollen Sie schließlich, dass Sie in ihrer Zeit als Anteilseigner gute Umsätze und Gewinne sehen und nicht, dass das beste schon vorbei ist.

Trendfolge-Unternehmen schaffen es also, über viele Jahre hinweg durch stetig steigende Gewinne und Umsätze immer wertvoller zu werden. Wie man dieses Wachstum dauerhaft schafft? Dafür gibt es eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten:

Zunächst einmal kann ein Trendfolge-Unternehmen seinen Marktanteil ausbauen und so seinen Konkurrenten Umsatz und Gewinn abnehmen. Besonders junge Unternehmen haben hier noch große Entwicklungsmöglichkeiten. Und in vielen Märkten verschieben sich die Marktanteile ständig. In anderen sind die Rollen schon klar verteilt: Wenn man wie Google mehr als 90% des deutschen Suchmaschinenmarkts beherrscht, dann kann man zumindest in diesem Markt seine bestehende Position nur noch verteidigen und muss sein Wachstum in anderen Bereichen sicherstellen.

Eine zweite Möglichkeit ist deshalb die Entwicklung neuer Produkte oder Erschließung neuer Geschäftsfelder. Bleiben wir bei Google: Aus einer Internetsuchmaschine wurde eine Firma, die auch an allen möglichen Zukunftstechnologien bis hin zu selbstfahrenden Autos forscht. Google ist tätig im Markt der Smartphone-Betriebssysteme, im Gesundheitsbereich, der Internet-Infrastuktur, der Smart-Home-Technologie und vielem mehr. Perfekt ist es natürlich, wenn es eine Firma komplett neue Märkte schaffen und sich den Löwenanteil zu sichern kann, wie es Apple einst mit dem iPhone und dem iPad im Bereich der Smartphones und Tablets gelungen ist.

Einige Firmen haben auch das Glück, in Branchen tätig zu sein, die im Lauf der Jahre von alleine immer weiter wachsen, z.B. aus demografischen Gründen. Die Gesundheitsbranche mit einer Bevölkerung, die in den meisten Industrienationen im Durchschnitt immer älter wird, ist ein gutes Beispiel hierfür.

Firmen, die ihren Umsatz in stationäre Filialen verdienen, können auch einfach ihr Filialnetz verdichten und auf diese Weise mehr verkaufen. McDonalds und Starbucks sind hierfür gute Beispiele. Als ich ein Kind war, war ein McDonalds in einer kleineren Stadt noch eine absolute Besonderheit, heute findet man ihn fast schon an jeder Ecke. Auch das Starbucks-Filialnetz wird immer dichter. Doch auch innerhalb der Filialen kann man für mehr Umsatz sorgen – entweder durch Einführung neuer Produkte oder durch mehr Umsatz in kürzerer Zeit. Wer sich bei McDonalds nicht mehr in der Schlange anstellen möchte, bestellt seine Burger am Touchscreen Terminal. Bei Starbucks bestellt und bezahlt man in den USA seinen Kaffee per App und muss ihn dann nur noch abholen. Einen schnelleren Umsatz kann man als Café kaum machen.

Natürlich ist auch die Expansion in neue Länder eine gute Möglichkeit, seinen Umsatz zu steigern. China war für viele Unternehmen in den letzten Jahren ein Vertriebsgebiet, das komplett neu erschlossen werden konnte. Jüngere Trendfolger haben da sogar noch mehr Möglichkeiten: Netflix hat seinen Streaming-Service erst innerhalb der letzten Jahre in den meisten Ländern außerhalb der USA gestartet. Dementsprechend entwicklungsfähig dürften diese jungen Märkte noch sein.

Schließlich kommen auch Akquisitionen in Frage. Einige Firmen haben ein sehr gutes Händchen dafür, sinnvolle Zukäufe zu tätigen, sei es die Übernahme von Konkurrenten zur Schaffung von Synergieeffekten oder von Firmen, die eine sinnvolle Ergänzung zum eigenen Geschäftsgebiet bieten.

Hinter jedem unserer Trendfolger steckt eine eigene Story, wie er es geschafft hat, im Lauf der Jahre immer weiter zu wachsen. Meistens ist es eine Kombination aus vielen solcher Faktoren. Aber fast immer findet man in diesen Unternehmen ein sehr fähiges Management und hoch motivierte kreative Mitarbeiter, die gemeinsam immer wieder Wege finden, neue Umsatzquellen zu erschließen.

Und wenn es einmal für ein paar Wochen oder gar Monate nicht mehr aufwärts im Aktienkurs geht, können wir in den meisten Fällen darauf vertrauen, dass dies nur eine vorübergehende Erscheinung ist. Denn eine Firma, die es seit Jahrzehnten schafft, immer weiter zu wachsen, hört nicht von heute auf morgen damit auf.

Nächste Woche melde ich mich „zwischen den Jahren“ noch einmal mit einem Rückblick auf das erste Jahr meines öffentlichen Trendfolge-Depots, das ich zusammen mit Ihnen erleben durfte. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine ruhige und erholsame Weihnachtszeit. Ich hoffe, Sie können die Feiertage genießen und dem allerorts präsenten Weihnachtsstress ein Stück weit entfliehen. Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage und frohe Weihnachten!

Marktanalyse

Letzten Donnerstag schrieb ich noch, dass die Wahrscheinlichkeit für eine schöne Jahresendrallye in der zweiten Dezemberhälfte steigt. Diese Hoffnung wurde aber schon am Donnerstag nachmittag und Freitag zunichte gemacht. Besonders die amerikanischen Märkte mussten herbe Verluste einstecken und da unser Optionsschein-Depot überwiegend mit amerikanischen Aktien besetzt ist, wurde auch der neuerliche Angriff des Depots auf die 60%-Marke vorerst abgebrochen. Der DAX tut sich sehr schwer, die Abwärtstrendlinie, die sich aus den Hochs vom April, Juli und August ergibt, ein weiteres Mal zu überwinden. Letzte Woche und auch gestern ist er punktgenau an dieser Linie abgeprallt und nach unten abgedreht. Während ich diese Zeilen schreibe, notiert er an seiner unteren Unterstützung bei 10.500 Punkten. Wir müssen also noch einige Tage geduldig abwarten, um die weitere Vorgehensweise im Depot bestimmen zu können. Dreht der DAX weiter nach unten ab und unterbietet der S&P500 seine Dezember-Tiefs, dann werden wir erstmals seit September wieder eine Absicherungsposition für das Depot kaufen. Löst sich die Seitwärtsbewegung dagegen nach oben auf, dann werden wir das noch offene Kapital in einen weiteren Call auf einen starken Trendfolger investieren, sobald wir ein Kaufsignal bekommen.

Analyse Trendfolger Mastercard

Trendfolger Mastercard
Chart von Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH.

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Normalerweise zeige ich Ihnen hier die Trendfolger aus unseren Depots, die in der letzten Zeit am besten gelaufen sind. Da ich weiß, dass einige Abonnenten damit hadern, wenn Scheine ins Minus laufen, zeige ich Ihnen heute die Position aus unserem Optionsschein-Depot, die aktuell am schlechtesten gelaufen ist: Unser Mastercard-Schein notiert mit ca. 18% im Minus. Schauen Sie sich also den obigen Chart an und fragen Sie sich als erstes aus dem Bauch heraus: Würden Sie diesen Trendfolger verkaufen? Natürlich handeln wir in Musterdepot nicht aus dem Bauch heraus. Auch die charttechnische Analyse liefert bei Mastercard derzeit keinen Verkaufsgrund.

Eingestiegen waren wir zu einem etwas unglücklichen Zeitpunkt Anfang August. Natürlich ist man hinterher immer schlauer. Aber damals waren die Indizes noch nicht aus ihrer Seitwärtsbewegung nach unten ausgebrochen, der Crash von Ende August war noch nicht absehbar. Mastercard schien in einem stabilen Aufwärtstrend zu sein und wurde vom Crash am Markt dann kalt erwischt. Der Trendfolger hat aber starke Comeback-Qualitäten gezeigt und den Kursrückgang aus diesem Mini-Crash schon bald wieder aufgeholt: Ende Oktober gab es ein neues Allzeit-Hoch. Seitdem gönnt sich Mastercard lediglich eine Verschnaufpause.

Eine genauere Analyse, ob wir die Position zumindest reduzieren, um das Risiko herauszunehmen, würde ich erst anstellen, wenn der Bereich zwischen $94 und $94,50 nachhaltig unterschritten wird, denn dort liegt sowohl das letzte Zwischentief von Mitte Dezember als auch die 200-Tage-Linie. Bei einem intakten Aufwärtstrend sollten solche Marken halten. Wie immer ist die Wahrscheinlichkeit jedoch wesentlich höher, dass Mastercard schon bald neue Allzeithochs ausbildet.

Trendfolge-Optionsscheindepot inklusive Aufbauplan für Neueinsteiger

Manchmal kommt es vor, dass unser Depot 20% gewinnt, obwohl der Gesamtmarkt sich überhaupt nicht bewegt hat. Oft kommt es vor, dass unser Depot stabil bleibt, wenn der Markt sinkt. Aber manchmal kann sich unser Depot der allgemeinen Markttendenz nicht ganz entziehen. Der breite amerikanische S&P500 hat seit der Wochenanalyse vom letzten Donnerstag knapp 3% abgegeben, unser Optionsschein-Depot im gleichen Zeitraum ca. 13% verloren. Da die meisten Positionen mit etwa Faktor 5 gehebelt sind, ist dies ein völlig normaler Rückgang. Es war nicht die erste und wird nicht die letzte Schwankung im Depot gewesen sein und wie immer wird das Depot auch diesen Rückgang wieder wettmachen.

Nike präsentiert heute Abend als letzter Wert aus unseren Depots seine Quartalszahlen für das dritte Quartal 2015.

Drillisch und Walt Disney kaufen wir momentan nicht mehr nach. Bei beiden besteht noch eine gute Chance, dass sich die Wolken verziehen und die Kurse steigen. Sie befinden sich aber auch in der Nähe wichtiger Unterstützungen, die jetzt nicht mehr nachhaltig unterschritten werden sollten.

Depotübersicht

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Aktuell interessante Trendfolger

In dieser Rubrik stelle ich weitere Trendfolger vor, die mir bei der täglichen Chartanalyse aktuell auffallen, die aber aus dem einen oder anderen Grund nicht in die Musterdepots aufgenommen werden können. Wenn Sie etwas Geld zum Investieren übrig haben, lohnt es sich, einen Blick auf diese Aktien zu werfen. Bitte beachten Sie, dass diese Trendfolger im Gegensatz zum Musterdepot von mir nicht fortlaufend betreut werden, sondern Sie sich um eine geeignete Ein- und Ausstiegsstrategie selbst kümmern müssen. Nicht auf alle hier vorgestellten Trendfolge-Aktien gibt es auch Optionsscheine zu kaufen.

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Wenn Sie Fragen zur Lehne Trendfolgestrategie haben, beantworte ich diese jederzeit gerne persönlich unter trendfolge@lehne.de.

Kategorie:Wochenanalysen

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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

Risikohinweise sowie Hinweise bzgl. Interessenkonflikten:
Ziel dieser Website ist es, Trendfolgestrategien vorzustellen. Die hier besprochenen Käufe von Aktien und Optionsscheinen finden in einem real bei einer deutschen Bank geführten Musterdepot statt. Sie können jedoch keine individuelle Anlageempfehlung oder Investmentberatung darstellen. Sie richten sich an eigenverantwortliche Anleger, die Chancen und Risikon von Aktien und Optionsscheinen einschätzen können. Aktien und Optionsscheine sind Investments, bei denen in extremen Fällen eine Position bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sinken kann. Sollte ein Leser oder Abonnent dieser Seite aufgrund von hier getätigten Empfehlungen Anlageentscheidungen treffen, trägt er das volle Risiko der getätigten Investition selbst. In den hier vorgestellten Aktien und Optionsscheinen bin ich selbst investiert, in den Musterdepots mit mindestens 100% des angegebenen Kapitals.