Wochenanalyse Trendfolge

3 Gründe, warum kein Bärenmarkt kommt

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Ich lege mich üblicherweise nicht zu sehr fest, was die Marktrichtung angeht. Das würde nur unsere Handlungsmöglichkeiten unnötig einengen. Es ist sogar gefährlich. Analysten, die rechthaberisch darauf bestehen, dass wir uns in einem Bärenmarkt befinden müssen, haben ihr Depot seit März bestimmt nicht mehr als verdoppelt, wie Sie ihr Millionen-Depot.

Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es noch einmal zu einer großen Abwärtswelle oder einem mehrjährigen Bärenmarkt kommt, ist inzwischen sehr klein. Ich glaube vielmehr, dass nach dem Nasdaq 100 auch DAX, Dow Jones und S&P 500 im Lauf dieses Jahres noch neue Allzeithochs erreichen.

Es kann zwischenzeitlich zwar volatil bleiben und zu heftigen Korrekturen kommen. Aber die große Marktrichtung zeigt nach oben. 3 Gründe möchte ich Ihnen für diese Einschätzung nennen: Das Ausbleiben eines zweiten Lockdowns, die Ähnlichkeit mit 2009 und die ausufernde Liquidität.

Es wird keinen zweiten Lockdown geben

Es wird keinen zweiten landesweiten Lockdown geben. Vielleicht kommt es zu einer zweiten Corona-Welle. Aber sie wird nicht so schlimm ausfallen wie die erste. Im März wurden wir als Gesellschaft völlig unvorbereitet mit dem Virus konfrontiert. Inzwischen haben wir gelernt, damit umzugehen. Wir halten Abstand, wir tragen Mundschutz, wir schütteln nicht mehr jedem die Hand, wir niesen in den Ellenbogen, wir waschen uns öfter die Hände. Viele Unternehmen haben an ihren Eingängen Wärmebildkameras, die vor fiebrigen Besuchern warnen – sogar mein Fitnessstudio. Und seit gestern gibt es die Corona-Warnapp.

Wenn, dann wird die Zahl der Infizierten deshalb nicht mehr so schnell steigen wie im März. Dem Corona-Schutz kann dann nicht mehr alles andere untergeordnet werden. Wir sehen diese Tendenz auch in den USA: Dort melden mehrere Bundesstaaten steigende Infektionszahlen. Trotzdem gehen die Lockerungen landesweit weiter. Allenfalls regional sehr begrenzt gibt es Einschränkungen.

Auch die Bundesregierung hat ihre Karten auf den Tisch gelegt: Mit ihrem 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturprogramm wird alles darangesetzt, die Wirtschaft bis Ende des Jahres wieder in Schwung zu bringen. Es ist so gut wie undenkbar, dass man ein solches Programm ad absurdum führt, indem man die Wirtschaft in dieser Zeit nochmals herunterfährt.

2020 ist wie 2009

Die Entwicklung 2020 ähnelt der von 2009, dem Jahr, in dem die Finanzkrise an der Börse endete. Nur mit einem Unterschied: 2009 war in vielerlei Hinsicht schlimmer. Denn damals gab es nicht einen kurzen, externen Schock, sondern echte strukturelle Probleme in der Wirtschaft.

Am Ende schaffte es die Politik, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. In Deutschland war der größte Stimulus das Konjunkturpaket II mit einem Volumen von 50 Milliarden Euro, laut Bundeszentrale politische Bildung damals „das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik“. In den USA gab es ein Programm mit einem Volumen von rund 800 Milliarden US-Dollar.

Jetzt hat unser Konjunkturpaket ein Volumen von 130 Milliarden Euro. In den USA sind Programme mit einem Volumen von 2,7 Billionen US-Dollar schon beschlossen, und Demokraten und Republikaner verhandeln über weitere billionenschwere Infrastruktur- und Stimuluspakete. Ich sehe keinen Grund, warum diese gigantischen Pakete einen geringen Effekt haben sollten als die viel kleineren Programme von 2009.



Quelle: Morgan Stanley/Bloomberg,
Stand 12.6.2020

Verblüffend ist auch, wie ähnlich die Erholungen 2009 und 2020 verlaufen, wenn man die Tiefs der jeweiligen Korrektur aufeinanderlegt. In der Abbildung rechts sehen Sie die Rallye von 2009 in hellblau und die Rallye von 2020 in dunkelblau.

Setzt sich die Analogie fort, könnten wir bald eine längere Seitwärtsphase bekommen. Danach würden die Kurse dann weiter steigen. Übrigens: Auch 2009 glaubten anfangs wenige Marktteilnehmer an eine nachhaltige Rallye.

„Don’t fight the Fed.“

Es ist eine der wichtigsten Börsenweisheiten: „Don’t fight the Fed.“ Stellen Sie sich nie gegen das, was die Notenbank will. Sie können dabei nur verlieren. Wir sehen weltweit eine nie da gewesene Flutung der Märkte mit Liquidität. Irgendwohin muss das ganze Geld. Und vieles davon fließt in Aktien.

In den USA sagte Fed-Chef Jerome Powell dazu: „Wir denken nicht einmal darüber nach, die Zinsen zu erhöhen.“ Mindestens bis 2022 sollen die Zinsen dort bei null bleiben.

Wie sich eine solche Politik auf die Märkte auswirken kann, sehen Sie in der Grafik oben. Grau hinterlegt ist die letzte Nullzinsphase in den USA von 2008 bis 2015. In blau sehen Sie, wie sich der S&P 500 in dieser Zeit entwickelt hat.

Zu dieser Nullzinspolitik kommen noch die Anleihekäufe hinzu, die von den verschiedensten Notenbanken weltweit immer weiter ausgeweitet werden. Ganz ehrlich: Ich komme kaum noch hinterher, wenn ich verfolgen möchte, welche Notenbank gerade wieder wieviel zusätzliche Liquidität in den Markt pumpt.

Die mittelfristigen Folgen sind klar

Wenn man diese Faktoren zusammenzählt, kann man nur zu einem Ergebnis kommen: Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit werden die Märkte in den nächsten Monaten und auch auf Sicht weniger Jahre weiter steigen.

Was diese Politik langfristig für unser Finanzsystem bedeutet, kann heute niemand abschätzen. Natürlich können die ausufernden Schuldenblasen irgendwann platzen. Wenn das passiert, dann aber wahrscheinlich nicht kurzfristig. Es kann auch glimpflich ausgehen, nämlich wenn die Wirtschaft stark wächst und den Schuldenberg dadurch relativiert. Auch das gab es schon mehrfach, zum Beispiel in den USA nach dem 2. Weltkrieg.

Die Strategie bleibt antizyklisch

Mit diesen langfristigen Folgen müssen wir uns heute noch nicht befassen. Denn wir tätigen unsere Investments mit einem Zeithorizont zwischen wenigen Monaten und einem Jahr. Entscheidend ist dafür nur, ob die Märkte in dieser Zeit das Potenzial für weitere Kurssteigerungen haben. Dann können auch Ihre Megatrend-Aktien schnell zulegen.

Ich glaube: Die Märkte können in den nächsten Monaten volatil bleiben, aber die Grundrichtung zeigt nach oben. Damit bleibt die antizyklische Vorgehensweise Trumpf, die wir schon seit März erfolgreich anwenden: Neue Megatrend-Empfehlungen bekommen Sie von mir vor allem während Korrekturen. Dann profitieren Sie besonders schnell von der folgenden Erholung.

Premiumbereich

Die folgenden Inhalte beziehen sich auf Depotübersichten unserer Musterdepots sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Käufe von Aktien und Optionsscheinen auf Trendfolgeaktien. Diese Inhalte sind nur sichtbar für Abonnenten des Premiumbereichs der Lehne Trendfolgestrategie. Leser des Börsenbriefs „Lehne’s MegaTrends“ erhalten die Informationen als pdf per Email zugesandt.
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Artikel von: Stefan Lehne

Zu meiner Person

Mein Name ist Stefan Lehne, von Beruf bin ich Diplom-Kaufmann mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Schon während meines Studiums habe ich meine erste eigene Firma gegründet, mit 29 Jahren habe ich sie erfolgreich verkauft. Die Frage, wie ich den Verkaufserlös gewinnbringend an der Börse anlegen und mehren kann, brachte mich damals dazu, mich intensiver mit dem Thema Aktien und Börse zu befassen.

Bereits seit über 15 Jahren investiere ich nun in Aktien und Optionsscheine, auch viele andere Investments habe ich ausprobiert. Dabei musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass die meisten Börsenstrategien langfristig einfach nicht funktionieren. Dies möchte ich Ihnen ersparen. Deshalb habe ich beschlossen, meine Trendfolgestrategie öffentlich zu machen, die mich nunmehr seit 10 Jahren als gewinnbringende Börsenstrategie mit erstaunlichen Erfolgen begeistert.

Meine Trendfolge-Strategie verfolge ich mit echter Leidenschaft. Jeden Morgen analysiere ich die Charts "meiner Trendfolger" und suche die Besten der Besten für Sie heraus. In der Vergangenheit konnte ich selbst erleben, wie mit Trendfolge-Aktien in allen Marktphasen mittelfristig hohe Gewinne erzielt werden können. Mit Optionsscheinen auf solche Aktien können Sie aus einem überschaubaeren Anfangskapital ein echtes Vermögen machen.

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